132. Gerade an meine
Mitrüder im Bischofsamt, die »mit mir unmittelbar für die
Evangelisierung der Welt verantwortlich sind, sei es als Mitglieder des
Bischofskollegiums, sei es als Hirten ihrer Ortskirchen«251 will ich in diesem
Zusammenhang ein besonderes Wort richten. Bei der täglichen Hingabe an die
ihnen anvertraute Herde dürfen sie niemals die Bedürfnisse der Kirche
als ganzer aus den Augen verlieren. Als katholische Bischöfe
müssen sie die Sorge für alle Gemeinden (vgl. 2 Kor 11, 28)
wahrnehmen, die dem Apostel im Herzen brannte. Sie müssen sie vor allem
dann wahrnehmen, wenn sie miteinander überlegen und entscheiden als
Mitglieder der entsprechenden Bischofskonferenzen, die durch die
Verbindungsorgane auf regionaler und kontinentaler Ebene in der Lage sind, die
in anderen Teilen der Welt anstehenden pastoralen Dringlichkeiten besser
festzustellen und einzuschätzen. Einen hervorragenden Ausdruck
apostolischer Solidarität verwirklichen die Bischöfe dann in der
Synode: sie wird »unter den Obliegenheiten von allgemeiner Bedeutung der
missionarischen Tätigkeit als der wichtigsten und heiligsten Aufgabe der
Kirche besondere Aufmerksamkeit zuwenden« müssen.252
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