Heiligkeit und Mission
136. Die Synode hat erneut beteuert, dab
alle Söhne und Töchter Afrikas zur Heiligkeit und dazu berufen sind,
überall in der Welt Zeugen Christi zu sein. »Die Geschichte
bestätigt, dab durch das Wirken des Heiligen Geistes Evangelisierung vor
allem durch das Zeugnis der Liebe, das Zeugnis der Heiligkeit, erfolgt«.258
Darum will ich für alle Christen Afrikas die Worte wiederholen, die ich
vor einigen Jahren geschrieben habe: »Jeder Missionar ist nur dann ein echter
Missionar, wenn er sich auf den Weg der Heiligkeit einläbt [...]. Jeder
Gläubige ist zur Heiligkeit und zur Mission berufen [...]. Der erneuerte
Drang zur Mission unter den Völkern — ad gentes — erfordert
heiligmäbige Missionare. Es genügt weder die pastoralen Methoden zu
erneuern noch die kirchlichen Kräfte besser zu organisieren bzw. zu
koordinieren oder etwa die biblischen und theologischen Glaubensgrundlagen mit
gröberer Klugheit zu erforschen: es gilt, ein neues ?glühendes
Verlangen nach Heiligkeit' unter den Missionaren und in der ganzen christlichen
Gemeinschaft zu wecken«.259
Wie damals so wende ich mich auch jetzt an
die Christen der jungen Kirchen, um sie vor ihre Verantwortung zu stellen: »Ihr
seid heute die Hoffnung dieser unserer zweitausend Jahre alten Kirche: da ihr
jung im Glauben seid, mübt ihr wie die ersten Christen sein und
Enthusiasmus und Mut ausstrahlen in selbstloser Hingabe an Gott und an die
Brüder: mit einem Wort, ihr sollt euch auf den Weg der Heiligkeit
einlassen. Nur so könnt ihr Zeichen Gottes in der Welt sein und in euren
Ländern die missionarischen Grobtaten der Urkirche neu beleben. Und ihr
werdet auch Sauerteig für die älteren Kirchen sein«.260
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