Gebet zu Maria, Mutter
der Kirche
144. Voller Dankbarkeit für die Gnade
dieser Synode wende ich mich an Maria, den Stern der Evangelisierung, und
während das dritte Jahrtausend näherrückt, vertraue ich ihr
Afrika und seinen Evangelisierungsauftrag an. Ich wende mich an sie mit den im
Gebet ausgedrückten Gedanken und Gefühlen, das meine Mitbrüder
im Bischofsamt zum Abschlub der Arbeitssitzung der Synode in Rom verfabt haben:
O Maria, Mutter Gottes und Mutter der
Kirche,
Dank Dir hat sich am Tag der Verkündigung,
am Morgen der neuen Zeit,
das ganze Menschengeschlecht
mit seinen Kulturen
voller Freude als bereit erkannt
für die Aufnahme des Evangeliums.
Am Vorabend eines neuen Pfingsten
für die Kirche in Afrika,
Madagaskar und auf den dazugehörigen Inseln
flehen das Volk Gottes und seine Hirten
zusammen mit Dir:
die Ausgiebung des Heiligen Geistes
möge aus den afrikanischen Kulturen
Stätten der Gemeinschaft in der Verschiedenheit
und die Bewohner dieses groben Kontinents
zu grobherzigen Söhnen
und Töchtern der Kirche machen,
die Familie des Vaters ist,
Bruderliebe des Sohnes,
Ebenbild der Dreifaltigkeit,
Ursprung und Anfang auf Erden
jenes ewigen Reiches,
das seine Fülle haben wird
in der Stadt, deren Baumeister Gott ist:
der Stadt der Gerechtigkeit,
der Liebe und des Friedens.
Gegeben zu Yaoundé, in Kamerun, am
14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, des Jahres 1995, dem
siebzehnten meines Pontifikats.
|