5. In der Folge äuberten
in den Jahren 1977 bis 1983 verschiedene Bischöfe, Priester, Ordensleute,
Theologen und Laien den Wunsch nach einem afrikanischen Konzil oder
einer afrikanischen Synode, deren Zweck es sein sollte, zu einem
Überblick über die Evangelisierung in Afrika zu gelangen angesichts
der groben Entscheidungen, die für die Zukunft des Kontinents zu treffen
waren. Ich billigte wohlwollend und unterstützte die Idee eines
»Zusammengehens des gesamten afrikanischen Episkopats in der einen oder anderen
Form, um die religiösen Fragen zu prüfen, die sich für den
ganzen Kontinent stellen«.3 In der Folge war S.E.C.A.M. bemüht, Wege und
Mittel zu finden, um das Vorhaben einer solchen Zusammenkunft auf kontinentaler
Ebene zu einem guten Abschlub zu bringen. Nachdem eine Beratung und Befragung
aller Bischofskonferenzen und jedes einzelnen Bischofs von Afrika und
Madagaskar stattgefunden hatte, konnte ich eine Sonderversammlung für
Afrika der Bischofssynode einberufen. Am 6. Januar 1989 kündigte ich
anläblich des Festes der Erscheinung des Herrn — dem liturgischen
Gedenktag, an dem sich die Kirche erneut die Universalität ihrer Sendung
und die daraus folgende Aufgabe, nämlich allen Völkern das Licht
Christi zu bringen, bewubt macht — an, diese »für die Ausbreitung des
Evangeliums sehr wichtige Initiative« ergriffen zu haben. Und ich
erklärte, auf die wiederholt und seit längerer Zeit von den
Bischöfen Afrikas, von Priestern, Theologen und Laienvertretern
vorgebrachte Bitte, »dab ein organisches solidarisches Zusammenwirken in der
Pastoral auf dem gesamten afrikanischen Territorium und den dazugehörigen
Inseln gefördert werden möge«, diese Entschei- dung getroffen zu
haben.4
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