Glaubensbekenntnis
10. Diese Zeit der Gnade nahm vor allem in
einem feierlichen Glaubensbekenntnis Gestalt an. Die Synodenväter, die
sich zur Eröffnung der Sonderversammlung um das Petrusgrab versammelt
hatten, verkündeten ihren Glauben, den Glauben des Petrus, der auf die
Frage Christi: »Wollt auch ihr weggehen?«, antwortete: »Herr, zu wem sollen wir
gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben
erkannt: Du bist der Heilige Gottes« (Joh 6, 67-69). Die Bischöfe
Afrikas, in denen die katholische Kirche in jenen Tagen am Grab des Apostels
ihren besonderen Ausdruck fand, betonten ihren festen Glauben daran, dab die
Allmacht und Barmherzigkeit des einen Gottes vor allem in der erlösenden
Menschwerdung des Sohnes Gottes offenbar geworden sind, des Sohnes, der eines
Wesens mit dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes ist und in dieser
trinitarischen Einheit Lobpreis und Ehre in Fülle empfängt. Das —
beteuerten die Synodenväter — ist unser Glaube, es ist der Glaube der
Kirche, es ist der Glaube aller über den afrikanischen Kontinent
verstreuten Ortskirchen, die sich auf dem Weg zum Haus Gottes befinden.
Dieser Glaube an Jesus Christus wurde in den
Wortmeldungen der Synodenväter während des Gesamthergangs der
Sonderversammlung stets nachdrücklich und einmütig bekundet.
Gestärkt durch diesen Glauben vertrauten die Bischöfe Afrikas ihren
Kontinent Christus, dem Herrn an in der Überzeugung, dab nur er mit seinem
Evangelium und mit seiner Kirche Afrika aus den gegenwärtigen
Schwierigkeiten zu retten und von seinen zahlreichen Übeln zu heilen
vermag.10
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