14. Ich fordere das ganze
Volk Gottes in Afrika auf, die von der Synodenversammlumg ihm übermittelte
Botschaft der Hoffnung mit offenem Herzen anzunehmen. Die Synodenväter,
die sich voll darüber im klaren waren, Träger der Erwartungen nicht
nur der afrikanischen Katholiken, sondern auch aller Männer und Frauen
jenes Kontinents zu sein, haben sich während ihrer Diskussionen klar und
deutlich mit den vielfältigen Übeln auseinandergesetzt, die das
heutige Afrika bedrücken. Sie haben den ganzen Umfang und die Reichweite
dessen erkundet, was die Kirche zu tun aufgerufen ist, um den gewünschten
Wandel zu unterstützen; sie haben das aber mit einer Haltung getan, die
frei von Pessimismus oder Verzweiflung war. Trotz des vorwiegend negativen
Gesamtbildes, das zahlreiche Regionen Afrikas heute bieten, und trotz der
traurigen Erfahrungen, die viele Länder durchmachen, hat die Kirche die
Pflicht, mit Nachdruck zu bekräftigen, dab sich diese Schwierigkeiten
überwinden lassen. Sie mub in allen Afrikanern wieder die Hoffnung auf
eine echte Befreiung stärken. Ihre Zuversicht gründet sich im letzten
auf das Wissen um die göttliche Verheibung, die uns versichert, dass unsere
Geschichte nicht in sich selbst geschlossen ist, sondern offen für das
Reich Gottes. Deshalb lassen sich weder die Verzweiflung noch der Pessimismus
rechtfertigen, wenn man an die Zukunft sowohl Afrikas wie jedes anderen Teiles
der Welt denkt.
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