Familie Gottes auf dem
Weg zur Synode
23. Als ich am 23. Juni 1989 zu den
Mitgliedern des Rates des Generalsekretariats sprach, bestand ich sehr stark
auf der Beteiligung des ganzen Volkes Gottes auf allen Ebenen, besonders in
Afrika, an der Vorbereitung der Sonderversammlung. »Wenn sie gut vorbereitet
ist — so sagte ich —, wird die Tagung der Synode die Einbeziehung
sämtlicher Bereiche der christlichen Gemeinschaft ermöglichen:
einzelne, kleine Gemeinden, Pfarreien, Diözesen und lokale, nationale und
internationale Einrichtungen«.30
Zwischen dem Beginn meines Pontifikats und
der Eröffnung der Sonderversammlung für Afrika der Bischofssynode habe
ich Afrika und Madagas- kar zehn Pastoralbesuche abstatten und dabei
sechsunddreibig Nationen erreichen können. Bei den apostolischen Reisen
nach Einberufung der Sonderversammlung nahmen in meinen Begegnungen mit dem
Volk Gottes in Afrika das The- ma der Synode und die Notwendigkeit für
alle Gläubigen, sich auf die Synodenversammlung vorzubereiten, stets einen
vorrangigen Platz ein. Ich habe auch die Ad-limina-Besuche der
Bischöfe jenes Kontinents zum Anlab genommen, um auf die Mitarbeit aller
an der Vorbereitung der Sonderversammlung für Afrika zu drängen. Bei
drei anderen Gelegenheiten habe ich sodann zusammen mit dem Rat des
Generalsekretariats der Synode Arbeitssitzungen auf afrikanischem Boden
abgehalten: in Yamoussoukro, Elfenbeinküste (1990), in Luanda, Angola
(1992) und in Kampala, Uganda (1993), immer in der Absicht, die Afrikaner zur
aktiven und gemeinsamen Teilnahme an der Vorbereitung der Synodenversammlung
aufzurufen.
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