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Ioannes Paulus PP.II
Ecclesia in Africa

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  • KAPITEL I
      • 21
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Eine Botschaft, die ankommt und glaubwürdig ist

21. Die Hauptfrage, der sich die Kirche in Afrika stellen mub, besteht nach den Synodenvätern darin, mit aller nur möglichen Klarheit zu beschreiben, was diese Kirche ist und was sie in Fülle verwirklichen soll, damit ihre Botschaft ankommt und glaubwürdig sei.24 Alle Diskussionen in der Versammlung haben auf dieses wirklich wesentliche Grunderfordernis, das eine echte Herausforderung für die Kirche in Afrika darstellt, Bezug genommen.

Gewib stimmt es, dab »der Heilige Geist der Erstbeweger der Evangelisierung ist: Er ist es, der antreibt, das Evangelium zu verkünden, und er ist es auch, der die Heilsbotschaft in den Tiefen des Bewubtseins annehmen und verstehen läbt«.25 Aber während die Sonderversammlung diese Wahrheit bestätigte, hat sie mit Recht hinzugefügt, dab die Evangelisierung auch eine Sendung ist, die Jesus, der Herr, seiner Kirche anvertraut hat unter der Führung und in der Kraft des Heiligen Geistes. Es bedarf unserer Mitwirkung durch inniges Gebet, intensives Nachdenken, angemessene Pläne und Mobilisieren von Hilfsmitteln«.26

Die Synodendebatte über das Thema der Botschaft der Kirche in Afrika, die ankommt und glaubwürdig ist, mubte auch eine Überlegung zur Glaubwürdigkeit der Verkünder dieser Botschaft beinhalten. Die Synodenväter sind mit grober Aufrichtigkeit und ohne jede Nachsicht direkt die Frage angegangen. Dieses Problems hatte sich bereits Papst Paul VI. angenommen, als er mit denkwürdigen Worten mahnte: »Oft wird heute gesagt, unser Jahrhundert dürste geradezu nach Authentizität (Echtheit). Vor allem von der Jugend sagt man, sie habe einen Abscheu vor allem Gekünstelten, Unechten und suche vor allem Wahrheit und Transparenz. Diese Zeichen der Zeit sollten uns wachsam finden. Schweigend oder lautstark, immer aber voller Eindringlichkeit fragt man uns: Glaubt ihr wirklich an das, was ihr verkündet? Lebt ihr, was ihr glaubt? Predigt ihr wirklich, was ihr lebt? Das Zeugnis des Lebens ist mehr denn je eine wesentliche Bedingung für die Tiefenwirkung der Verkündigung geworden. Aus diesem Grund sind wir bis zu einem gewissen Grade verantwortlich für den Erfolg des Evangeliums, das wir verkünden«.27

Ich selbst habe darum bezüglich des Evangelisierungsauftrags der Kirche im Bereich der Gerechtigkeit und des Friedens gesagt: »Die Kirche ist sich heute mehr denn je dessen bewubt, dab ihre soziale Botschaft mehr im Zeugnis der Werke als in ihrer inneren Folgerichtigkeit und Logik Glaubwürdigkeit finden wird«.28




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