44. Auf dieser Grundlage werden wir
uns im neuen Jahrhundert mehr denn je dafür einsetzen müssen, jene
Bereiche und Hilfsmittel zu erschließen und zu entwickeln, die
gemäß den großen Richtlinien des II. Vatikanischen Konzils
dazu dienen, die Gemeinschaft zu stützen und zu sichern. Muß man da
nicht vor allem an die besonderen Dienste an der Gemeinschaft denken,
wie etwa das Petrusamt und, in enger Beziehung zu ihm, die
bischöfliche Kollegialität? Es handelt sich um Wirklichkeiten,
die ihre Grundlage und ihren Bestand im Plan Christi für die Kirche haben,
28 aber eben deshalb einer ständigen Überprüfung
bedürfen, damit garantiert bleibt, daß sie wirklich vom Evangelium
her inspiriert sind.
Auch was die Reform der Römischen Kurie, die Organisation der Synoden
und die Arbeitsweise der Bischofskonferenzen betrifft, ist seit dem Zweiten
Vatikanischen Konzil viel geschehen. Aber es bleibt sicherlich noch viel zu
tun, um die Möglichkeiten dieser Werkzeuge der Gemeinschaft besser zum
Ausdruck zu bringen. Sind diese doch heute besonders notwendig, da man
unverzüglich und wirkungsvoll auf die Probleme antworten muß, mit
denen sich die Kirche in den sich überstürzenden Veränderungen
unserer Zeit auseinanderzusetzen hat.
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