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| Ioannes Paulus PP. II Novo Millennio IntraText CT - Text |
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Pilger verschiedener Art 10. Ich kann hier natürlich nicht auf die einzelnen Jubiläumsereignisse detailliert eingehen. Jedes dieser Ereignisse zeichnete sich durch eine eigene Prägung aus und hat seine Botschaft nicht nur denen hinterlassen, die direkt dabei waren, sondern auch allen, die davon Kenntnis erhalten oder über die Massenmedien aus der Distanz daran teilgenommen haben. Wie sollte man sich nicht an die festliche Stimmung bei dem ersten großen Treffen, das den Kindern gewidmet war, erinnern? Mit ihnen zu beginnen, bedeutete gewissermaßen die Beachtung der Aufforderung Jesu: »Laßt die Kinder zu mir kommen« (Mk 10,14). Vielleicht bedeutete es noch mehr die Wiederholung seiner Geste, als er ein Kind »in die Mitte stellte« und es zum Symbol der Haltung machte, die einer annehmen muß, wenn er in das Reich Gottes kommen will (vgl. Mt 18,2-4). So sind in gewisser Weise auf den Spuren der Kinder die verschiedensten Gruppen von Erwachsenen nach Rom gekommen, um das im Jubeljahr wirksame Erbarmen Gottes zu erbitten: von den Alten bis zu den Kranken und Behinderten, von den Handwerkern und Landarbeitern bis zu den Sportlern, von den Künstlern bis zu den Universitätsdozenten, von den Bischöfen und Priestern bis zu den Männern und Frauen des geweihten Lebens, von den Politikern bis zu den Journalisten und zu den Soldaten, die gekommen sind, um den Sinn ihres Dienstes als einen Dienst am Frieden zu bekräftigen. Große Bedeutung hatte die Zusammenkunft der Arbeiter, die am 1. Mai, dem traditionellen Fest der Arbeit, stattfand. Ich bat sie, den heiligen Josef und Jesus selbst nachzuahmen und so die Spiritualität der Arbeit zu leben. Ihr Jubiläum gab mir außerdem Gelegenheit, eine eindringliche Aufforderung auszusprechen, nämlich die in der Welt der Arbeit bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Mißverhältnisse auszugleichen und unter Berücksichtigung der Solidarität und der jedem Menschen gebührenden Achtung entschlossen die wirtschaftlichen Globalisierungsprozesse zu steuern. Die Kinder mit ihrer unbändigen Fröhlichkeit sind zum Jubiläum der Familien wiedergekommen, bei dem sie der Welt als »Frühling der Familie und der Gesellschaft« vorgestellt wurden. Dieses Jubiläumstreffen war in der Tat sprechend. Denn viele Familien, die aus den verschiedenen Teilen der Welt gekommen waren, haben mit neuem Eifer das Licht Christi aufgegriffen und dabei Maß genommen an dem Plan, den Gott ursprünglich mit ihnen hatte (vgl. Mt 19,4-6; Mk 10,6-8). Sie haben sich dafür eingesetzt, dieses Licht in eine Kultur hinein auszustrahlen, die Gefahr läuft, in immer beängstigenderer Weise den Sinn der Ehe und der Familie als Institution zu verlieren. Zu den ergreifendsten Begegnungen gehört für mich jene mit den Gefangenen von Regina Coeli. In ihren Augen habe ich Schmerz, aber auch Reue und Hoffnung gelesen. Für sie war das Jubiläum in ganz besonderer Weise ein Jahr der »Barmherzigkeit«. Sympathisch war schließlich eine Veranstaltung in den letzten Tagen des Jahres: die Begegnung mit der Welt des Schauspiels, die auf die Menschen eine große Anziehungskraft ausübt. Dabei habe ich die Menschen, die in diesen Bereich eingebunden sind, an die große Verantwortung erinnert, auf dem Weg der Freude und Unterhaltung positive Botschaften zu bringen, die moralisch gesund sind sowie Vertrauen und Liebe zum Leben einflößen können.
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