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Ioannes Paulus PP. II
Reconciliatio et Paenitentia

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      • 21
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Das Bemühen des Christen

21. Es gibt im Geheimnis des Glaubens aber noch eine andere Seite: Das Erbarmen Gottes dem Christen gegenüber muß eine Antwort in der Frömmigkeit des Christen Gott gegenüber finden. In dieser zweiten Bedeutung besagt die »pietas« (eusébeia) das Verhalten des Christen, der auf das väterliche Erbarmen Gottes mit kindlicher Frömmigkeit antwortet.

Auch in diesem Sinn können wir mit dem hl. Paulus sagen, daß »das Geheimnis unseres Glaubens groß ist«. Auch in diesem Sinn wendet sich die Frömmigkeit als Kraft der Bekehrung und Versöhnung gegen die Bosheit und die Sünde. Auch in diesem Fall sind die wesentlichen Aspekte des Geheimnisses Christ in dem Sinn Gegenstand der Frömmigkeit, daß der Christ das Geheimnis annimmt, es betrachtet und daraus die notwendige geistige Kraft schöpft, um nach dem Evangelium zu leben. Auch hier muß man sagen, daß, »wer von Gott stammt, keine Sünde tut«; diese Aussage aber hat einen imperativen Sinn: Gestärkt vom Geheimnis Christi wie von einer inneren Quelle geistiger Kraft ist der Christ gewarnt zu sündigen, ja er erhält sogar das Gebot, nicht zu sündigen, sondern sich würdig zu verhalten »im Hauswesen Gottes, das heißt in der Kirche des lebendigen Gottes«,(109) da er ein »Kind Gottes« ist.




109 1 Tim 3, 15.






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