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Pontificium Consilium de Communicationibus Socialibus
Botschaft zum 35. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel

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4. Sehr wichtig ist auch, daß wirzu Beginn dieses neuen Jahrtausends die Mission ad gentes nicht vergessen, mit der Christus seine Kirche betraut hat. Schätzungsweise zwei Dritteln der sechs Milliarden Menschen zählenden Weltbevölkerung ist Jesus Christus überhaupt nicht bekannt; und dabei leben viele von ihnen in Ländern mit alten christlichen Wurzeln, wo ganze Gruppen von Getauften den lebendigen Sinn des Glaubens verloren haben oder sich gar nicht mehr als Mitglieder der Kirche erkennen und weit entfernt vom Herrn und seinem Evangelium ihr Leben leben (vgl. Enzyklika Redemptoris missio, 33). Bei einer wirksamen Antwort auf diese Situation geht es natürlich um weit mehr als um die Medien; aber in dem Bemühen, sich der Herausforderung zu stellen, können Christen die Welt der sozialen Kommunikationsmittel keinesfalls unbeachtet lassen. In der direkten Evangelisierung und dabei, den Menschen die Wahrheiten und Werte nahezubringen, die die Menschenwürde stärken und zur Geltung bringen,können Medien jeder Art durchaus eine wesentliche Rolle spielen. Die Präsenz der Kirche in den Medien ist in der Tat ein wichtiger Aspekt der Inkulturation des Evangeliums, wie sie von der Neuevangelisierung gefordert wird, zu welcher der Heilige Geist die Kirche überall auf der Welt aufruft

Wenn die ganze Kirche dem Ruf des Geistes nachzukommen trachtet, haben christliche Medienschaffende ,,eine prophetische Aufgabe, eine Berufung: Sie müssen sich klar und deutlich gegen die falschen Götter und Idole von heute - Materialismus, Hedonismus, Konsumdenken, engherziger Nationalismus usw. - aussprechen..." (Päpstlicher Medienrat, Ethik in der Sozialen Kommunikation, 31). Vor allem haben sie die Pflicht und das Privileg die Wahrheit zu verkünden - die wunderbare, im fleischgewordenen Wort geoffenbarte Wahrheit über menschliches Leben und menschliche Bestimmung. Mögen Katholiken, die sich in der Welt der sozialen Kommunikationsmittel engagieren, die Wahrheit Jesu immer unerschrockener und freudiger von den Dächern verkünden, so daß alle Männer und Frauen von der Liebe hören, die das Herzstück der Selbstmitteilung Gottes in Jesus Christus ist, der derselbe ist gestern, heute und in Ewigkeit (vgl. Hebr 13,8).  

Aus dem Vatikan, am 24. Januar 2001, dem Fest des heiligen Franz von Sales.

JOANNES PAULUS II

 




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