6.
Im
Hinblick auf die Bedeutung und Komplexität der in diesem Dokument angesprochenen
Fragen bestimmen wir Folgendes:
a) Es wird eine
Kommission eingesetzt, die die Aufgabe hat, mit den Bischöfen, den
Dikasterien der Römischen Kurie und den betreffenden Gruppen
zusammenzuarbeiten, um die volle kirchliche Gemeinschaft der Priester,
Seminaristen, Ordensgemeinschaften oder einzelnen Ordensleuten zu
ermöglichen, die bisher auf verschiedene Weise mit der von Erzbishof
Lefebvre gegründeten Bruderschaft verbunden waren und die mit dem
Nachfolger Petri in der katholischen Kirche verbunden bleiben wollen; dies
geschehe unter Wahrung ihrer geistlichen und liturgischen Traditionen,
gemäß dem Protokoll, das am vergangenen 5. Mai von Kardinal
Ratzinger und Erzbischof Lefebvre unterzeichnet wurde.
b) Diese Kommission
besteht aus einem Kardinalpräsidenten und anderen Mitgliedern der
Römischen Kurie, in einer Anzahl, die je nach den Umständen für
sachlich und angemessen gehalten wird.
c) Ferner muß
überall das Empfinden derer geachtet werden, die sich der Tradition der
lateinischen Liturgie verbunden fühlen, indem die schon vor längerer
Zeit vom Apostolischen Stuhl herausgegebenen Richtlinien zum Gebrauch des
Römischen Meßbuchs in der Editio typica vom Jahr 1962, weit und
großzügig angewandt werden(9).
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