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Udána

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Hat dort der Heilige sich selbst gefunden,

Als echter Weiser, der darüber schweigt,

Dann hat er beide Welten überwunden

Und ist erhaben über Glück und Leid*.

 




* Die Erzählung zu diesem Udána ist hier, zwar verkürzt, aber in den für die Lehre wichtigen Sätzen wortgetreu, wiedergegeben worden, weil sie für das Verständnis der Buddhalehre besonders wichtig ist. Die klare, anschauliche Erkenntnis, daß alle Dinge nur in unserem Bewußtsein existieren, genügt selbst für einen Menschen, der, wie Dárucíriya, sonst nichts von der Buddhalehre gehört hat, zur vollkommenen (inneren) Loslösung von der Welt, d.h. zum Nirvana. -

In dem Versspruch steht für "beide Welten" rúpa arúpa, d.h. die Welt der anschaulichen, konkreten Dinge und die Welt der unanschaulichen, abstrakten Ideen (wie Raumunendlichkeit usw.). Ob jedoch damit auf die beiden Arten der Versenkungen hingewiesen wird, ist zweifelhaft; denn die Bezeichnungen Rúpajjhána und Arúpajjhána kommen im Kanon nicht vor und erscheinen erst in der späteren Kommentarliteratur.

Jedenfalls steht aber unvergleichlich höher als jene Welten das Nirvana, das im ersten Teil der Strophe als unvorstellbar, d.h. als transzendent, charakterisiert wird. (Vgl. Ud. VIII, 1-4!) Darum kann der Weise darüber nichts aussagen, er muß schweigen.






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