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| Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden Weltkonferenz gegen Rassismus IntraText CT - Text |
Die Erziehung zu den Menschenrechten
Unter den »zu fördernden guten Praktiken«, die ins Programm der kommenden Konferenz von Durban aufgenommen wurden, findet sich auch die Verpflichtung zur Erziehung zu den Menschenrechten, insbesondere durch die sozialen Kommunikationsmittel und den Beitrag der Religionen.
Der Hl. Stuhl ist sich dessen bewußt, daß die Wurzeln des Rassismus, der Diskriminierung und der Intolleranz in Vorurteilen und Unwissenheit gründen, die vor allem Früchte der Sünde, aber auch einer irrigen und unzureichenden Erziehung sind. Daraus ergibt sich die grundlegende Bedeutung der Erziehung. In dieser Hinsicht erinnert die katholische Kirche an ihr aktives Wirken »an der Basis«, die von großer Tragweite ist, um die Jugendlichen jedes religiösen Bekenntnisses und aller Kontinente zu erziehen und zu unterrichten – und dies seit Jahrhunderten. Ihren Werten treu bleibend, leistet die Kirche eine erzieherische Arbeit im Dienst am Menschen und des ganzen Menschen. Dieses fundamentale Tun, das der Sache der Menschenrechte dient, ist wohlbekannt.
Im Hinblick auf die unersetzliche Rolle der Religionen und insbesondere des christlichen Glaubens im Bereich der Erziehung zur Achtung der Menschenrechte wollen wir hier kurz daran erinnern, daß ein guter Religionsunterricht dazu beiträgt, jene »falschen Idole« des Nationalismus und Rassismus zu bekämpfen. Papst Johannes Paul II. sagte vor der Interreligiösen Versammlung im Jahr 1999: »Die Aufgabe, die sich uns also stellt, ist, eine Kultur des Dialogs zu fördern. Einzeln und gemeinsam müssen wir zeigen, daß religiöser Glaube zum Frieden inspiriert, zur Solidarität ermutigt, Gerechtigkeit fördert und Freiheit unterstützt« (Ansprache vom 28.10.1999, in O.R. dt., 46, 12.11.1999).