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Päpstlicher Rat für Gerechtigkeit und Frieden
Weltkonferenz gegen Rassismus

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Schlußfolgerungen 

Im September 1995 sagte Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Südafrika: »Die Solidarität ist in erster Linie die notwendige Antwort, um die vollständige moralische Niederlage zu überwinden, die sich aus rassischen Vorurteilen und ethnischen Rivalitäten ergibt.« Eine Solidarität, die zwischen den Staaten aber auch im Innern all jener Gesellschaften entwickelt werden muß, in denen unbestreitbar die Entmenschlichung und die Auflösung des sozialen Netzes zur Verschärfung von rassisitischen und fremdenfeindlichen Meinungen und Verhaltensweisen, zur Zurückweisung der Ärmsten – seien dies Ausländer, Behinderte oder Obdachlose – führen. Eine Solidarität, die ihre Grundlage in der Einheit der Menschenfamilie findet, denn alle Menschen, die nach dem Abbild und Gleichnis Gottes geschaffen sind, haben denselben Ursprung und sind zur selben Bestimmung berufen. Auf dieser Grundlage bleibt der Beitrag der Religionen unerläßlich, ein Beitrag, der einen jeden Gläubigen auszeichnen muß, der seinem Glauben frei angehört und ihn Tag für Tag lebt. All dies geschehe im Wissen darum, daß die Gewissens- und Religionsfreiheit die Voraussetzung, das Prinzip und die Grundlage jeder anderen menschlichen und zivilen, individuellen und gemeinschaftlichen Freiheit bleibt. 

 

François-Xavier Kardinal Nguyen Van Thuân
Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden

 

S. E. Msgr. Giampaolo Crepaldi
Sekretär

    

 




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