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S.1.39.
Die Tochter des Pajjunna (1)
1. Also habe ich
vernommen.
Einstmals weilte der Erhabene in Vesálí, in dem Großen Walde, in der
Kútágárasálá.
2. Da nun begab sich in
vorgeschrittener Nacht Kokanadá, die Tochter des Pajjunna, mit ihrer herrlichen
Schönheit den ganzen Großen Wald erhellend, dorthin, wo sich der Erhabene
befand. Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll
begrüßt hatte, trat sie zur Seite.
3. Zur Seite stehend
sprach dann die Devatá Kokanadá, die Tochter des Pajjunna, zu dem Erhabenen die
folgenden Strophen:
"Den im Walde zu
Vesálí weilenden
Allbuddha, den höchsten in der Wesenswelt
Verehre ich - Kokanadá bin ich,
Kokanadá, des Pajjunna Tochter.
Schon früher habe ich es gehört: die Wahrheitslehre
ist erkannt von dem Allschauenden;
Nun aber lerne ich sie unmittelbar kennen,
Wie der Weise, der Führer auf dem Heilspfad sie lehrt.
Alle die Einfältigen, die da immer
Die edle Wahrheitslehre tadeln,
Sie geraten in die schreckliche Roruva-Hölle;
Lange Zeit erdulden sie Leiden.
Die aber mit Lust zur edlen Wahrheitslehre
Und mit Seelenfrieden ausgestattet sind,
Haben sie aufgegeben ihre menschliche Gestalt,
Werden sie einen himmlischen Körper annehmen."
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