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Der Komm. I. 134.11
berichtet von Serin, daß er Beherrscher der beiden Reiche Sindhava und Sovíra
war. Seine Residenz war Roruva, das auch Játaka III. 460.6 als Hauptstadt von
Sovíra erwähnt wird. Er hatte durch Abgaben von Handel und Rechtsprechung so
große Einkünfte, daß er außerordentliche Reichtümer anhäufte. In frommer
Verwendung derselben ließ er an den vier Stadttoren "Spendehallen" (dánasálá)
errichten, wo Beamte Almosen an die Bedürftigen zu verteilen hatten.
1.
Zur Seite stehend redete der Devaputta Serin den Erhabenen mit der Strophe an:
"An
Speise erfreuen sich beide, Götter und Menschen,
Wo wäre da ein Yakkha, der sich nicht an Speise erfreute?"
2. (Der Erhabene:)
"Die
sie im Glauben spenden mit fromm geläuterter Seele,
Denen folgt eben diese Speise nach *f248) in dieser Welt und in der
anderen.
Darum *f249) treibe man aus den Geiz und spende Gaben, (der Habsucht)
Schmutz überwindend:
Verdienstliche Werke sind in der anderen Welt ein fester Halt für die Lebewesen."
2.
"Wunderbar, Herr, unvergleichlich! Wie schön hat das der erhabene Herr
gesagt:
Die
sie im Glauben spenden mit fromm geläuterter Seele,
Denen folgt eben diese Speise nach in dieser Welt und in der anderen.
Darum treibe man aus den Geiz und spende Gaben, (der Habsucht) Schmutz
überwindend:
Verdienstliche Werke sind in der anderen Welt ein fester Halt für die
Lebewesen.
3. In früherer Zeit einmal, Herr, war ich ein König, mit Namen Serin,
freigebig, ein Herr der Gabe, *f250) das Geben preisend. An den vier
Toren (der Stadt), Herr, wurde von mir Gabe gespendet an Samanas und Bráhmanas,
an Unglückliche und Reisende, an Arme und Bettler.
4.
Da begaben sich zu mir die Frauen am Hof, *f251) Herr, und sprachen
also: 'Von dem Könige *f252) wird Gabe gespendet, von uns wird keine
Gabe gespendet. Gerne möchten auch wir mit des Königs Genehmigung Gabe spenden
und verdienst liche Werke tun.'
Da
kam mir, Herr, folgender Gedanke: 'Ich bin doch freigebig, ein Herr der Gabe,
das Geben preisend. Was soll ich da zu ihnen sagen, wenn sie sagen: wir wollen
Gabe spenden?' So übergab ich denn, Herr, den Frauen am Hof das erste Tor. Dort
wurde von meinen Frauen Gabe gespendet; meine Gabe kehrte (zu mir) zurück.
5. Da begaben sich zu mir die mir dienstpflichtigen Edelleute, *f253)
Herr, und sprachen also: 'Vom Könige wird Gabe gespendet, von den Frauen am Hof
wird Gabe gespendet, von uns wird keine Gabe gespendet. Gerne möchten auch wir
mit des Königs Genehmigung Gabe spenden und verdienstliche Werke tun.'
Das
kam mir, Herr, folgender Gedanke:' Ich bin doch freigebig, ein Herr der Gabe,
das Geben preisend. Was soll ich da zu ihnen sagen, wenn sie sagen: wir wollen
Gabe spenden?' So übergab ich denn, Herr, den mir dienstpflichtigen Edelleuten
das zweite Tor. Dort wurde von den mir dienstpflichtigen Edelleuten Gabe
gespendet; meine Gabe kehrte (zu mir) zurück.
6. Da begab sich zu mir mein Kriegsvolk, Herr, und sprach also: 'Vom Könige
wird Gabe gespendet, von den Frauen am Hof wird Gabe gespendet, von den
dienstpflichtigen Edelleuten wird Gabe gespendet, von uns wird keine Gabe
gespendet. Gerne möchten auch wir mit des Königs Genehmigung Gabe spenden und
verdienstliche Werke tun.'
Da
kam mir, Herr, folgender Gedanke: 'Ich bin doch freigebig, ein Herr der Gabe,
das Geben preisend. Was soll ich da zu ihnen sagen, wenn sie sagen: 'Wir wollen
Gaben spenden?' So übergab ich denn, Herr, meinem Kriegsvolk das dritte Tor.
Dort wurde von meinem Kriegsvolk Gabe gespendet; meine Gabe kehrte (zu mir)
zurück.
7.
Da begaben sich zu mir die Bráhmanas und die Hausväter, Herr, und sprachen
also: 'Vom Könige wird Gabe gespendet, von den Frauen am Hof wird Gabe
gespendet, von den dienstpflichtigen Edelleuten wird Gabe gespendet, vom
Kriegsvolk wird Gabe gespendet, von uns wird keine Gabe gespendet. Gerne
möchten auch wir mit des Königs Genehmigung Gabe spenden und verdienstliche
Werke tun.'
Da
kam mir, Herr, folgender Gedanke: 'Ich bin doch freigebig, ein Herr der Gabe,
das Geben preisend. Was soll ich da zu ihnen sagen, wenn sie sagen: 'Wir wollen
Gabe spenden?' So übergab ich denn, Herr, den Bráhmanas und den Hausvätern das
vierte Tor. Dort wurde von den Bráhmanas und von den Hausvätern Gabe gespendet;
meine Gabe kehrte (zu mir) zurück.
8. Da begaben sich zu mir die Leute, Herr, und sprachen also: 'Jetzt wird von
dem Könige nirgends mehr Gahe gespendet.' Auf dieses Wort hin, Herr, sprach ich
zu den Leuten also: 'So sollt ihr denn von den Abgaben, die von auswärtigen
Ländern zufließen, die eine Hälfte in die Königsburg einliefern, die andere
Hälfte an Ort und Stelle als Gabe spenden den Samanas und Bráhmanas, den
Unglücklichen und Reisenden, den Armen und Bettlern.
9. Also kam ich so lange Zeit, *f254) Herr, mit verdienstvollen Werken,
die ich vollbrachte, so lange Zeit mit guten Taten, die ich vollbrachte, nicht
zu Ende, (in der Gewißheit:) so groß das Verdienst ist, so groß wird auch der
Lohn für das Verdienst sein, oder so lange wird man im Himmel verbleiben
können."
10. "Wunderbar, Herr, unvergleichlich, Herr! Wie schon hat das der
erhabene Herr gesagt:
Die
sie im Glauben spenden mit fromm geläuterter Seele,
Denen folgt eben diese Speise nach in dieser Welt und in der anderen.
Darum treibe man aus den Geiz und spende Gaben, (der Habsucht) Schmutz
überwindend:
Verdienstliche Werke sind in der anderen Welt ein fester Halt für die
Lebewesen."
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