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S.3.12. Die fünf Könige
1.
Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2.
Zu jener Zeit nun war unter fünf Königen mit Pasenadi an der Spitze, die, mit
den fünf Gruppen sinnlichen Genusses versorgt und ausgestattet, daran sich
ergötzten, die folgende Unterhaltung entstanden: 'Was ist wohl der höchste der
sinnlichen Genüsse?'
3.
Da sagten etliche so: 'Formen sind der höchste der sinnlichen Genüsse.' Etliche
sagten so: 'Töne sind der höchste der sinnlichen Genüsse.' Etliche sagten so:
'Gerüche sind der höchste der sinnlichen Genüsse.' Etliche sagten so:
'Geschmäcke sind der höchste der sinnlichen Genüsse.' Etliche sagten so:
'Tastgefühle sind die höchsten der sinnlichen Genüsse.'
4.
Weil nun die Könige einander nicht überzeugen konnten,1) da sprach der König
Pasenadi, der Kosala, zu den Königen also: "Wollen wir uns aufmachen,
Freunde! Wo sich der Erhabene befindet, dorthin wollen wir uns begeben. Wenn
wir uns dorthin begeben haben, wollen wir den Erhabenen über die Sache
befragen. Wie uns der Erhabene antworten wird, so wollen wir es annehmen."
5.
"Es sei so, Freund!" stimmten die Könige dem König Pasenadi, dem
Kosala, zu.
6.
Da nun begaben sich die fünf Könige mit Pasenadi an der Spitze dorthin, wo sich
der Erhabene befand. Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen
ehrfurchtsvoll begrüßt hatten, setzten sie sich zur Seite nieder.
7.
Zur Seite sitzend sprach dann der König Pasenadi, der Kosala, zu dem Erhabenen
also: "Da ist jetzt, Herr, unter uns fünf Königen, die wir, mit den fünf
Gruppen sinnlichen Genusses versorgt und ausgestattet, daran uns ergötzten, die
folgende Unterhaltung entstanden: 'Was ist wohl der höchste der sinnlichen
Genüsse?' Etliche sagten so: 'Formen sind der höchste der sinnlichen Genüsse.'
Etliche sagten so: 'Töne sind der höchste der sinnlichen Genüsse.' Etliche
sagten so: 'Gerüche sind der höchste der sinnlichen Genüsse.' Etliche sagten
so: 'Geschmäcke sind der höchste der sinnlichen Genüsse.' Etliche sagten so:
'Tastgefühle sind die höchsten der sinnlichen Genüsse.' Welches ist nun, Herr,
der höchste der sinnlichen Genüsse?"
8."(Wo)
die Höchstgrenze des Wohlgefallens (erreicht wird), das, o Großkönig, ist unter
den fünf sinnlichen Genüssen der höchste, so behaupte ich. Die einen Formen, o
Großkönig, sind jemandem wohlgefällig, die anderen Formen sind jemandem nicht
wohlgefällig. Durch welche Formen jemand befriedigt wird und seine Wünsche
erfüllt sieht, wenn er keine andere bessere und vorzüglichere Form begehrt als
diese Formen, so sind diese Formen für ihn die höchsten, diese Formen für ihn
unübertrefflich.
9.
Die einen Töne, o Großkönig, usw. usw.... Die einen Gerüche, o Großkönig, usw.
usw..Die einen Geschmäcke, o Großkönig, usw. usw.... Die einen Tastgefühle, o
Großkönig, sind jemandem wohlgefällig, die anderen Tastgefüllle, o Großkönig,
sind jemandem nicht wohlgefällig. Durch welche Tastgefühle jemand befriedigt
wird und seine Wünsche erfüllt sieht, wenn er kein anderes besseres und
vorzüglicheres Tastgefühl begehrt als diese Tastgefühle, so sind diese Tastgefühle
für ihn die höchsten, diese Tastgefühle für ihn unübertrefflich."
10.
Zu dieser Zeit nun saß der Laienbruder Candanangalika in jener Versammlung. Da
nun erhob sich der Laienbruder Candanangalika von seinem Sitz, schlug seinen
Mantel über die eine Schulter, und indem er in der Richtung, wo sich der
Erhabene befand, die zusammengelegten Hände vorstreckte, sprach er zu dem
Erhabenen also: "Es leuchtet mir (ein Gedanke) auf, o Erhabener! Es
leuchtet mir (ein Gedanke) auf, o Pfadführer!"
11.
"Er soll dir aufleuchten, Candanangalika," sprach der Erhabene.
12.
Darauf sprach der Laienbruder Candanangalika angesichts des Erhabenen mit einer
der Lage angemessenen Strophe *f329) einen Lobpreis aus:
"Wie
die rote Lotosblume, *f330) die süß duftende,
Am
Morgen aufblüht, ohne ihren Duft verloren zu haben:
So
sieh den Angírasa, *f331) wie er leuchtet,
Wie
er strahlt der Sonne gleich im Luftraum."
13.
Da nun bedeckten die fünf Könige den Laienbruder Candanangalika mit ihren fünf
Mänteln.
14.
Da nun bedeckte der Laienbruder Candanangalika mit diesen fünf Mänteln den
Erhabenen.
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