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Samyutta Nikáya

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  • 3. Kosala-Samyutta - Von den Kosala
    • 11-20 Dutiya vagga - Der zweite Abschnitt
      • S.3.14. Krieg
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S.3.14. Krieg

 

1. Da nun hatte der Mágadhakönig Ajátasattu, der Sohn er Vedehí, *f335) sein viergliedriges Heer gerüstet und war gegen den König Pasenadi, den Kosala, vorgerückt bis nach Kásí. *f336)

 

2. Da hörte der König Pasenadi, der Kosala: der Mágadhakönig Ajátasattu, der Sohn der Vehehí, hat wirklich sein viergliedriges Heer gerüstet und ist gegen mich vorgerückt bis nach Kásí.

 

3. Da nun rüstete der König Pasenadi, der Kosala, sein viergliedriges Heer und rückte dem Mágadhakönig Ajátasattu, dem Sohn der Vedehí, entgegen bis nach Kásí.

 

4. Da nun lieferten sich der Mágadhakönig Ajátasattu, der Sohn der Vedehí, und der König Pasenadi, der Kosala, eine Schlacht. In dieser Schlacht aber besiegte der Mágadhakönig Ajátasattu, der Sohn der Vedehí, den König Pasenadi, den Kosala. Und besiegt, begab sich der König Pasenadi, der Kosala, in seine Hauptstadt Sávatthí.

 

5. Da nun kleideten sich zahlreiche Bhikkhus zur Vormittagszeit an, nahmen Almosenschale und Obergewand und gingen, Almosen zu sammeln, nach Sávatthí. Nachdem sie in Sávatthí ihren Almosengang beendigt hatten, begaben sie sich nach der Mahlzeit, vom Almosengang zurückgekehrt, dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatten, setzten sie sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprachen dann die Bhikkhus zu dem Erhabenen also:

 

6. "Da hat jetzt, Herr, der Mágadhakönig Ajátasattu, der Sohn der Vedehí, sein viergliedriges Heer gerüstet und ist gegen den König Pasenadi, den Kosala, vorgerückt bis Kásí. Da nun hat, Herr, der König Pasenadi, der Kosala, gehört: der Mágadhakönjg Ajátasattu, der Sohn der Vedehí, hat wirklich sein viergliedriges Heer gerüstet und ist gegen mich vorgerückt bis Kásí. Da nun hat, Herr, der König Pasenadi, der Kosala, sein viergliedriges Heer gerüstet und ist dem Mágadhakönig Ajátasattu, dem Sohn der Vedehí, entgegen gerückt bis Kásí. Da nun haben sich, Herr, der Mágadhakönig Ajátasattu, der Sohn der Vedehí, und der König Pasenadi, der Kosala, eine Schlacht geliefert. In dieser Schlacht aber hat der Mágadhakönig Ajátasattu, der Sohn der Vedehí, den König Pasenadi, den Kosala, besiegt. Und besiegt, Herr, hat sich der König Pasenadi, der Kosala, in seine Hauptstadt Sávatthí begeben."

 

7. "Der Mágadhakönig Ajátasattu, ihr Bhikkhus, der Sohn der Vedehí, hat üble Freunde, *f337) üble Gesellen, üble Genossen. Der König Pasenadi aber, der Kosala, ihr Bhikkhus, hat gute Freunde, gute Gesellen, gute Genossen. Für heute aber *f338), ihr Bhikkhus, wird der König Pasenadi, der Kosala, leidvoll darnieder liegen als Besiegter.

 

Sieg *f339) erzeugt Feindschaft, leidvoll liegt darnieder der Besiegte.

Der Friedliche ruht glücklich, nachdem er Sieg und Niederlage aufgegeben."




*f335) So (nicht: "Sohn der Videhaprinzessin) ist zweifellos zu übersetzen. Ajátasattu ist der Sohn des Bimbisara und kommt durch Vatermord auf den Thron. Als seine Mutter gilt sonst (z.B. Ját. III. 12118) die Tochter des Kosálákönigs, also keine Videha. Buddhaghosa will den Widerspruch durch eine ganz unmögliche etymologische Spielerei ausgleichen. Sie scheitert aber doch wohl schon daran, daß auch in den Sanskritquellen Ajátasatru als vaidehíputra bezeichnet wurde. Vielleicht war Vedehí ein Eigenname, den die Kosáláprinzessin deshalb erhalten hatte, weil deren Mutter aus dem Volk der Videhas stammte.



*f336) D.i. Benares. Um den Besitz von Kásí handelt es sich dem Komm. zufolge bei dem Kriege.



*f337) Man kann natürlich auch pápamitto usw. als Tatpurusa mit "ein Freund usw. der Bösen" übersetzen. So unten im Sutta 18. Ich folge in unserer Stelle dem Kommentar. Wenn es da heißt (I. 18016-17) pápá Devadattádayo mittá assá ti pápamitto, so wird dieses zweifellos als Bahuvríhi gefaßt. Anderenfalls würde es heißen pápánam Devadattádínam so mitto ti pápamitto.



*f338) Ich bleibe bei der schwierigeren Lesart ajjatañca, wo ajjatá Abstraktbildung ist (Vgl. auch Rhys Davids und Stede, Páli Dict. u.d.W.). Dagegen sieht aij'eva wie willkürliche Textverbesserung aus.



*f339) P. jayam, hier neutral, statt jayo, gebraucht. Die Strophe ist = Dhammapada 201. Die dazu erzählte Geschichte im Dhp.-Komm. III. 259 bezieht sich auf die in unserem Sutta erwähnte Niederlage des Pasenadi.




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