|
S.5.6.
Cálá
Zu Sutta 6-8: Nach der
Theríg. Komm. S. 162f. erzählten Legende waren Cálá, Upacálá, und Sísúpacálá
jüngere Schwestern des Sáriputta, die ihrem Bruder nach seinem Eintritt in den
Orden folgten. In den Therígáthás kommen die Verse unserer Suttas mit gewissen
Abweichungen vor, aber in anderer Verteilung. Die Verse von Sutta 6 (Cálá)
werden dort der Upacálá (197 ff.,) die von Sutta 8 (Sísúpacálá) der Cálá (183
ff.) zugeschrieben.
1.
Sávatthí ist der Schauplatz.
Da
nun kleidete sich die Bhikkhuní Cálá zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale
und Obergewand und ging, Almosen zu sammeln, nach Sávatthí.
2.
Nachdem sie in Sávatthí ihren Almosengang beendigt hatte, begab sie sich nach
der Mahlzeit, von ihrem Almosengang zurückgekehrt, dorthin, wo sich der
Andhawald befand, den Tag (dort) zu verbringen. Nachdem sie tief in den Wald
hinein gegangen, setzte sie sich am Fuß eines Baumes nieder, den Tag (dort) zu
verbringen.
3.
Da nun begab sich Mára, der Böse, dorthin, wo sich die Bhikkhuní Cálá befand.
Nachdem er sich dorthin begeben hatte, sprach er also zu der Bhikkhuní Cálá:
"Woran hast du kein Gefallen, Bhikkhuní?" - "An der Geburt habe
ich kein Gefallen, mein Lieber." - "Warum hast du an der Geburt kein
Gefallen?" - "Ist man geboren, so genießt man die sinnlichen
Genüsse". - "Wer hat dir das denn beigebracht: habe kein Gefallen an
der Geburt, Bhikkhuní?"
4.
"Wer
geboren ist, dem wird Sterben zuteil; ist man geboren, sieht man das Leid:
Gefangenschaft,
Mord, Elend. Darum habe ich kein Gefallen an der Geburt.
Der
Buddha hat die rechte Lehre gepredigt: das Hinwegkommen über die Geburt,
Um
alles Leiden zurückzulassen. Er hat mich in die Wahrheit eingeführt.
Was
da Lebewesen sind, die in die Formwelt eingetreten,
oder
solche, die in der formlosen Welt verweilen (*1):
Wenn
sie die Aufhebung (des Leidens) nicht kennen,
werden
sie zur Wiedergeburt kommen."
5.
Da merkte Mára, der Böse: es kennt mich die Bhikkhuní Cálá, und verschwand auf
der Stelle leidvoll und betrübt.
(
|