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S.8.5.
Wohlgesprochen
Das Sutta findet sich mit
sämtlichen Versen auch im Suttanipáta, Mahávagga 3, v. 450-4, unter dem Titel
Subhásitasutta. Die Strophe in 6 fehlt in den Theragáthá, dagegen sind die 4
Sloken in 9 = Therag. 1227-30.
1.
In Sávatthí, im Jetahaine.
2.
Da nun sprach der Erhabene zu den Bhikkhus: "Ihr Bhikkhus!"
3.
"Ja, Herr!" erwiderten die Bhikkhus aufhorchend dem Erhabenen.
4.
Der Erhabene sprach also: "Ein mit vier Eigenschaften ausgestattetes Wort,
ihr Bhikkhus, ist wohl gesprochen, nicht übel gesprochen, ist tadellos, nicht
zu tadeln von den Einsichtigen. Mit welchen vier?
5.
Da spricht, ihr Bhikkhus, ein Bhikkhu etwas wohl gesprochenes, nicht etwas übel
gesprochenes. Er spricht was der Lehre gemäß ist, nicht was wider die Lehre
ist. Er spricht Liebes, nicht Unliebes. Er spricht Wahres, nicht Falsches. Ein
mit diesen vier Eigenschaften ausgestattetes Wort, ihr Bhikkhus, ist wohl
gesprochen, nicht übel gesprochen, ist tadellos, nicht zu tadeln von den
Einsichtigen."
6.
Also sprach der Erhabene. Nachdem der Führer auf dem Heilspfad also gesprochen,
sprach der Meister weiterhin noch folgendes:
"Wohl
gesprochenes: das nennen die Guten das höchste;
Was
der Lehre gemäß ist spreche er,
nicht
was wider die Lehre ist: das ist das zweite;
Liebes
spreche er, nicht Unliebes: das ist das dritte;
Wahres
spreche er, nicht Falsches, das ist das vierte."
7.
Da nun erhob sich der ehrwürdige Vangísa von seinen Sitz, schlug seinen Mantel
über die eine Schulter, und indem er in der Richtung, wo sich der Erhabene
befand, die zusammengelegten Hände vorstreckte, sprach er zu dem Erhabenen
also: "Es leuchtet mir etwas auf, Erhabener! Es leuchtet mir etwas auf,
Pfadführer!"
8.
"Es soll dir aufleuchten, Vangísa!" sprach der Erhabene.
9.
Da nun pries der ehrwürdige Vangísa den Erhabenen in seiner Gegenwart mit den
angemessenen Strophen:
"Das
Wort soll man sprechen, durch das man sich selbst nicht peinigt
Und
andere nicht verletzt: das fürwahr ist ein wohl gesprochenes Wort.
Ein
liebes Wort nur soll man sprechen, ein Wort, an dem man sich freut,
Indem
man, ohne ihre Fehler vorzubringen, den anderen Liebes sagt.
Wahrheit
ist ein ambrosisches (*1) Wort: das ist ewiges Gesetz:
In
der Wahrheit, im Heil, in der rechten Lehre
sind
die Guten, sagt man, fest begründet.
Welches
friedvolle Wort der Erleuchtete spricht zur Erlangung des Nirvana (*2),
Zur
Beendigung des Leidens, das ist das höchste der Worte."
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