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S.8.8.
Mehr als tausend
1.
Einstmals weilte der Erhabene in Sávatthí, im Jetahaine, im Parke des
Anáthapindika mit einer großen Bhikkhugemeinde, mit zwölf und ein halb hundert
Bhikkhus.
2.
Zu jener Zeit aber erbaute, belehrte, ermunterte und erfreute der Erhabene die
Bhikkhus durch eine Lehrpredigt, die sich auf das Nirvana bezog. Und die
Bhikkhus, sie begreifend, erwägend und mit ganzem Herzen aufnehmend, hörten mit
achtsamen Ohren die Lehre.
3.
Da nun kam dem ehrwürdigen Vangísa folgender Gedanke: "Der Erhabene hier
erbaut, belehrt, ermuntert und erfreut die Bhikkhus durch eine Lehrpredigt, die
sich auf das Nirvana bezieht. Und die Bhikkhus, sie begreifend, erwägend und
mit ganzem Herzen aufnehmend, hören mit achtsamen Ohren die Lehre. Wie wäre es,
wenn ich nun den Erhabenen in seiner Gegenwart mit angemessenen Strophen
priese?"
4.
Da nun erhob sich der ehrwürdige Vangísa von seinem Sitz, schlug seinen Mantel
über die eine Schulter, und indem er in der Richtung, wo sich der Erhabene
befand, die zusammengelegten Hände vorstreckte, sprach er zu dem Erhabenen
also: "Es leuchtet mir etwas auf, Erhabener, es leuchtet mir etwas auf,
Pfadführer!"
5.
"Es soll dir aufleuchten, Vangísa!" sprach der Erhabene.
6.
Da nun pries der ehrwürdige Vangísa den Erhabenen in seiner Gegenwart mit den
angemessenen Strophen (*1):
"Mehr
als tausend Bhikkhus umgeben verehrend den Führer auf dem Heilspfad,
Wie
er die fehllose Lehre predigt, das Nirvana, das von nirgends her gefährdete.
Sie
hören die fleckenlose Lehre, gepredigt von dem Vollkommen Erleuchteten.
Es
strahlt fürwahr der Erleuchtete an der Spitze der Bhikkhugemeinde.
Der
Elefant mit Namen bist du, Erhabener, der bestes (*2) Seher unter den
Sehern.
Eine
große Wolke gleichsam übergießest du deine Schüler.
Aus
dem Tagesaufenthalt kommend, mit dem Wunsche, den Meister zu sehen,
Verehrt,
du großer Held, deine Füße dein Schüler Vangísa."
7.
"Sind von dir, Vangísa, diese Strophen früher ausgedacht oder leuchten sie
dir an Ort und Stelle auf?"
8.
"Nicht sind, Herr, diese Strophen früher von mir ausgedacht, sondern sie
leuchten mir an Ort und Stelle auf."
9.
"So sollen dir denn, Vangísa, noch mehr früher nicht ausgedachte Strophen
aufleuchten."
10.
"Ja, Herr!" erwiderte aufhorchend der ehrwürdige Vangísa dem
Erhabenen, und er pries noch mehr den Erhabenen in seiner Gegenwart mit früher
nicht ausgedachten Strophen (*3):
"Überwindend
die hundert Schleichwege (*4) des Mára
Brichst
du auf die Öden (*5);
Seht
ihn, der aus den Fesseln Befreiung schafft,
Wie
er, von nichts abhängig, nach Bedarf austeilt (*6).
Zum
Entkommen aus der Flut (*7)
Hat
er ja vielfältigen Pfad verkündet:
In
dieser von ihm verkündeten Unsterblichkeit (*8)
Verbleiben
unerschütterlich die, welche die Wahrheit schauen.
Licht
bringend durch und durch (*9)
Hat
er geschaut das Hinwegkommen über alle Beziehungen (*10).
Nachdem
er sie erkannt und verwirklicht hat,
Hat
er die höchste der fünf (Kräfte) gepredigt (*11).
Wenn
so die Wahrheit wohl gepredigt ist,
Wie
könnte da Ermüdung eintreten bei denen, die die Wahrheit verstehen?
Darum
schule ich mich in der Lehre des Erhabenen
Unermüdlich
immer, vor ihm mich neigend."
(
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