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S.9.13.
Mit ungezügelten Sinnen
(pákatindriya,
wtl. "mit Sinnen, wie sie von Natur sind." Zum ganzen ist Sutta 2. 25
zu vergleichen)
1.
Einstmals weilten zahlreiche Bhikkhus im Lande der Kosala, in einem Haine,
hochmütig, aufgeblasen, unstät, lärmend, geschwätzig, vergeßlich, unbesonnen,
nicht gesammelt, zerstreut, mit ungezügelten Sinnen.
2.
Da nun begab sich die in jenem Haine wohnende Devatá, die mit den Bhikkhus
Erbarmen hatte und ihr Heil wünschte, in dem Wunsche die Bhikkhus anzuregen
dorthin, wo sich jene Bhikkhus befanden.
3.
Nachdem sie sich dorthin begeben hatte, redete sie die Bhikkhus mit den
Strophen an:
"Genügsam
in ihrem Leben waren vordem die Bhikkhus, die Schüler des Gotama,
Ohne
Begehrlichkeit suchend ihre Almosenspeise,
ohne
Begehrlichkeit ihre Liegestätte.
Da
sie die Unstätigkeit der Welt erkannt hatten, machten sie dem Leiden ein Ende.
In
unersättliche Leute sich wandelnd, wie Dorfvorsteher im Dorfe
Liegen
sie (jetzt) da, immer wieder essend, gefesselt an der anderen häusliches Gut
-
Die Gemeinde (sonst) mit gefalteten Händen grüßend
meine
ich hier (nur) einzelne -
Ausgestoßen,
herrenlos sind sie, wie die Gespenster, so sind sie.
Die
da lässig sind, von denen spreche ich,
Die
unermüdlich sind, denen zolle ich Verehrung."
4.
Da nun kamen die Bhikkhus, von der Devatá angeregt, wieder zu der rechten
Überlegung.
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