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S.11.24.
Verfehlung
1.
In Sávatthí (ist der Schauplatz).
2.
Zu jener Zeit aber stritten sich (*1) zwei Bhikkhus. Da verfehlte sich
der eine Bhikkhu. Da nun bekannte dieser Bhikkhu vor dem anderen Bhikkhu seine
Verfehlung als Verfehlung. Der (andere) Bhikkhu nahm das nicht an.
3.
Da nun begaben sich zahlreiche Bhikkhus dorthin, wo sich der Erhabene befand.
Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt
hatten, setzten sie sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprachen dann die
Bhikkhus zu dem Erhabenen also:
4.
"Da haben jetzt, Herr, zwei Bhikkhus sich gestritten. Da verfehlte sich
der eine Bhikkhu. Da nun bekannte, Herr, dieser Bhikkhu vor dem anderen Bhikkhu
seine Verfehlung als Verfehlung. Der (andere) Bhikkhu nahm das nicht an.
5.
"Die beiden, ihr Bhikkhus, sind Toren: wer eine Verfehlung nicht als
Verfehlung einsieht, und wer von dem, der seine Verfehlung bekennt, das nicht
gemäß der Vorschrift annimmt. Diese beiden, ihr Bhikkhus, sind Toren.
6.
Die beiden, ihr Bhikkhus, sind Weise: wer eine Verfehlung als Verfehlung
einsieht, und wer von dem, der seine Verfehlung bekennt, das gemäß der
Vorschrift annimmt. Diese beiden, ihr Bhikkhus, sind Weise.
7.
In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, sprach Sakka, der Fürst der Götter, in
der Versammlungshalle Sudhammá den Távatimsa-Göttern freundlich zuredend, bei
dieser Gelegenheit die folgende Strophe:
'Den
Zorn sollt ihr beherrschen (*2), und nicht sollt ihr heftig sein gegen
die Freunde (*3);
Nicht
sollt ihr tadeln den, der nicht tadelnswert ist,
und
keine Verleumdung sollt ihr aussprechen.
Den
Bösewicht zermalmt sein Zorn, wie ein Berg.' "
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