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1.
Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2.
"Ein ununterrichteter gewöhnlicher Mensch, ihr Bhikkhus, mag wohl gegen
diesen Körper, der aus den vier groben Elementen gebildet ist, Widerwillen
fassen, mag gegen ihn gleichgültig werden, mag von ihm sich loslösen.
3.
Warum das? Man sieht, ihr Bhikkhus, an diesem Körper, der aus den vier groben
Elementen gebildet ist, Mehrung und Minderung, Annahme und Ablegung. Darum mag
wohl ein ununterrichteter gewöhnlicher Mensch gegen ihn Widerwillen fassen, mag
gegen ihn gleichgültig werden, mag von ihm sich loslösen.
4.
Was aber da, ihr Bhikkhus, Denken heißt und Geist und Bewußtsein, dagegen ist
ein ununterrichteter gewöhnlicher Mensch nicht im stande Widerwillen zu fassen,
nicht im stande dagegen gleichgültig zu werden, nicht im stande davon sich
loszulösen.
5.
Warum das? Lange Zeit hindurch, ihr Bhikkhus, ist das ja von dem
ununterrichteten gewöhnlichen Menschen angestrebt, begehrt, verlangt das gehört
mir, das bin ich, das ist mein Selbst. Darum ist ein ununterrichteter
gewöhnlicher Mensch nicht im stande dagegen Widerwillen zu fassen, nicht im
stande dagegen gleichgültig zu werden, nicht im stande davon sich loszulösen.
6.
Es ist besser, ihr Bhikkhus, wenn ein ununterrichteter gewöhnlicher Mensch
diesen Körper, der aus den vier groben Elementen gebildet ist, als sein Selbst
annimmt, nicht aber das Denken.
7.
Warum das? Man sieht, ihr Bhikkhus, wie dieser Körper, der aus den vier groben
Elementen gebildet ist, ein Jahr besteht, wie er zwei Jahre besteht, wie er
drei Jahre besteht, wie er vier Jahre besteht, wie er fünf Jahre besteht, wie
er zehn Jahre besteht, wie er zwanzig Jahre besteht, wie er dreißig Jahre
besteht, wie er vierzig Jahre besteht, wie er fünfzig Jahre besteht, wie er ein
Jahrhundert besteht, wie er noch länger besteht. Was aber da, ihr Bikkhus,
Denken heißt und Geist und Bewußtsein: da entsteht bei Nacht und bei Tag eines
und ein anderes wird aufgehoben *f175).
8.
Ein unterrichteter frommer Jünger, ihr Bhikkhus, erwägt da gut und reiflich das
Gesetz von der ursächlichen Entstehung: wenn jenes ist, tritt dieses ein; aus
der Entstehung von jenem folgt die Entstehung von diesem; wenn jenes nicht ist,
tritt dieses nicht ein; aus der Aufhebung von jenem folgt die Aufhebung von
diesem.
9.
Infolge einer Berührung *f176), ihr Bhikkhus, mit etwas, das lustvoll
zu empfinden ist, entsteht eine lustvolle Empfindung. Nach Aufhebung eben
dieser Berührung mit etwas das lustvoll zu empfinden ist, wird auch das
Empfinden, das dadurch erzeugt ist, nämlich die lustvolle Empfindung, die
entstanden ist infolge der Berührung mit etwas, das lustvoll zu empfinden ist,
aufgehoben, es wird gestillt.
10.
Infolge einer Berührung, ihr Bhikkhus, mit etwas, das leidvoll zu empfinden
ist, entsteht eine leidvolle Empfindung. Nach Aufhebung eben dieser Berührung
mit etwas, das leidvoll zu empfinden ist, wird auch das Empfinden, das dadurch
erzeugt ist, nämlich die leidvolle Empfindung, die entstanden ist infolge der
Berührung mit etwas, das leidvoll zu empfinden ist, aufgehoben, es wird gestillt.
11.
Infolge einer Berührung, ihr Bhikkhus, mit etwas, das weder leidvoll noch
lustvoll zu empfinden ist, entsteht eine weder leidvolle noch lustvolle
Empfindung. Nach Aufhebung eben dieser Berührung mit etwas, das weder leidvoll
noch lustvoll zu empfinden ist, wird auch das Empfinden, das dadurch erzeugt
ist, nämlich die weder leidvolle noch lustvolle Empfindung, die entstanden ist
infolge der Berührung mit etwas, das weder leidvoll noch lustvoll zu empfinden
ist, aufgehoben, es wird gestillt.
12.
Gerade so, ihr Bhikkhus, wie durch die Reibung und die enge Vereinigung zweier
Hölzer *f177) Hitze erzeugt wird und Feuer entsteht, infolge der
Trennung aber und der Sonderung eben dieser beiden Hölzer die dadurch erzeugte
Hitze aufgehoben und gestillt wird:
13.
Ganz ebenso entsteht, ihr Bhikkhus, infolge einer Berührung mit etwas, das
lustvoll zu empfinden ist, eine lustvolle Empfindung. Nach Aufhebung usw. usw.
(- 9) . . .
14.
Infolge einer Berührung, ihr Bhikkhus, mit etwas, das leidvoll zu empfinden
ist, entsteht eine leidvolle Empfindung. Nach Aufhebung usw. usw. (= 10) . . .
15.
Infolge einer Berührung, ihr Bhikkhus, mit etwas, das weder leidvoll noch
lustvoll zu empfinden ist, entsteht eine weder leidvolle noch lustvolle
Empfindung. Nach Aufhebung usw. usw. (= 11) . . .
16.
Wenn ein unterrichteter frommer Jünger so sieht, dann faßt er Widerwillen gegen
die Berührung, faßt Widerwillen gegen die Empfindung, faßt Widerwillen gegen
die Wahrnehmung, faßt Widerwillen gegen die Gestaltungen, faßt Widerwillen
gegen das Bewußtsein. Und wenn er Widerwillen faßt, wird er gleichgültig, und
infolge der Gleichgültigkeit löst er sich los. Wenn er sich losgelöst hat,
entsteht in ihm die Erkenntnis: ich habe mich losgelöst. Er erkennt: vernichtet
ist die Geburt; gelebt der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen
war; nichts mehr habe fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein.
(An
Stelle von rúpa steht in 16 hassa).
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