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Samyutta Nikáya

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  • 13. Abhisamaya-Samyutta - Vom Verständnis
      • S.13.1. Die Nagelspitze
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13. Abhisamaya-Samyutta - Vom Verständnis

 

S.13.1. Die Nagelspitze

 

Der Begriff abhisamaya oder dhammábhisamaya "Verständnis der Wahrheit, nach dem unser ganzes Samyutta benannt ist, bezeichnet eine ganz bestimmte Stufe in der geistigen Entwicklung des Individuums. Es ist der Zeitpunkt, wo der puthujjana, der "gewöhnliche Mensch, zum sotápanna wird, d. h. in den Strom der Erlösung eintritt, der ihn nunmehr mit unverbrüchlicher Gewißheit zum Nirvana führt. Wer den abhisamaya erlangt hat, heißt abhisametávin. S. Sutta 1. 4. zum ganzen vgl. M. und W. Geiger, Páli Dhamma S. 51-52.

 

1. Also habe ich vernommen.

Einstmals weilte der Erhabene in Savathi, im Jetahaine, im Parke des Anáthapindika.

 

2. Da nun hob der Erhabene ein bischen Staub mit der Spitze des Fingernagels auf und sprach zu den Bhikkhus: "Was haltet ihr davon, ihr Bhikkhus? Was ist wohl mehr, das bischen Staub, das ich mit der Spitze des Fingernagels aufgehoben habe, oder diese große Erde?

 

3. "Diese große Erde, Herr, ist mehr; wenig nur ist das bischen Staub, das der Erhabene mit der Spitze des Fingernagels aufgehoben hat. Nicht den hundertsten Teil macht aus, nicht den tausendsten Teil macht aus, nicht den hunderttausendsten Teil macht aus, im Vergleich mit der großen Erde, das bischen Staub, das der Erhabene mit der Spitze des Fingernagels aufgehoben hat.

 

4. "Ganz ebenso, ihr Bhikkhus, ist bei einem edlen Jünger, einer Persönlichkeit, die mit (richtiger) Anschauung begabt, die zum Verständnis (der Wahrheit) gelangt ist, mehr das Leiden, das aufgebraucht und zu Ende gegangen ist; wenig nur das, was übrig geblieben. Nicht den hundertsten Teil macht aus, nicht den tausendsten Teil macht aus, nicht den hunderttausendsten Teil macht aus, im Vergleich mit der früheren Masse des Leidens, die aufgebraucht und zu Ende gegangen ist, das, was höchstens noch sieben mal (getragen werden muß, sattakkhattum paramatá *f1).

 

5. So segensreich, ihr Bhikkhus, ist das Verständnis der Wahrheit, so segensreich ist die Erlangung des Auges der Wahrheit."

 

 




*f1) Der Komm. II. 165.1 ff. gibt den ersten Ausdruck durch satta váre sattasu attabhávesu "siebenmal, in sieben Existenzen" und den zweiten durch idam assa param pamánanti dasseti "er gibt an, daß dies für ihn das höchste Maß sei". Es wird damit darauf hingewiesen, daß der sotápanna höchstens noch sieben Existenzen vor sich hat, ehe er in das Nirvana eingeht.






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