|
11 – 22 Dutiya vagga - Der zweite Abschnitt.
S.14.11. Die sieben
In diesem Sutta werden
die verschiedenen Stufen der abstrakten Versenkung (arúpajjhána) als
"Elemente" besprochen. Vgl. oben Einl. zu Sutta 1. Es sind das der
Reihe nach ábhá, subha, ákásánañcáyatana, viññánánañcáyatana,
ákimcaññáyatana, nevasaññánásaññáyatana, saññávedayitanirodha. In der Regel
werden nur die fünf letzten genannt. So im Maháparinibbana-Sutta 6.8 (= Dígha
II.156), wo berichtet wird, wie der Buddha bei seinem Ende von der vierten
Jhána-Stufe aus zum ákásánañcáyatana und so fort bis zum saññávedayitanirodha
emporsteigt. Offenbar sind ábhádhátu und subhadhátu vorbereitende
Meditationen. Dies findet Bestätigung im Kommentar (II.170.4 ff.), der darin
Namen zweier Kasinaübungen, d. h. zur Herbeiführung der mystischen Versenkung
dienender Übungen und der durch sie herbeigeführten Versenkungszustände selbst
erkennt. Über diese Kasinaübungen s. jetzt Nyanatiloka, Zeitschrift f.
Buddhismus V. 1923, S. 135.
Der Begriff
"Erreichung", samápatti, der in 11 bis 14 unseres Sutta
gebraucht wird, bezeichnet die verschiedenen Arten und Stufen der meditativen
Versenkung, die von dem Übenden "erreicht" werden. Der gleiche
Ausdruck für eine erzielte meditative Vollkommenheit wird auch in der Form samáprápti
in den Yogasútráni des Patañjali gebraucht (I. 41 ff.). Vgl. H. Beckh,
Buddhismus II. 49.
1.
Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2.
Sieben sind, ihr Bhikkhus, diese Elemente. Welche sieben? Das Element
Lichtglanz, das Element Schönes, das Element Sphäre der Raumunendlichkeit, das
Element Sphäre der Bewußtseinsunendlichkeit, das Element Sphäre der Nichtsheit,
das Element Sphäre, wo es weder Vorstellung noch Nichtvorstellung gibt, das
Element Aufhebung von Vorstellung und Empfindung. Dies also, ihr Bhikkhus, sind
die sieben Elemente.''
3.
Auf dieses Wort hin sprach ein Bhikkhu zu dem Erhabenen also: "Dieses
Element Lichtglanz aber, Herr, und dieses Element Schönes, und dieses Element
Sphäre der Raumunendlichkeit, und dieses Element Sphäre der
Bewußtseinsunendlichkeit, und dieses Element Sphäre der Nichtsheit, und dieses
Element Sphäre, wo es weder Vorstellung noch Nichtvorstellung gibt, und dieses
Element Aufhebung von Vorstellung und Empfindung diese Elemente nun, Herr,
infolge wessen kommen sie zum Vorschein?"
4.
"Das, was das Element Lichtglanz ist, o Bhikkhu, dieses Element kommt
infolge der Dunkelheit zum Vorschein. *f17)
5.
Das, was das Element Schönes ist, o Bhikkhu, dieses Element kommt infolge des
Unschönen zum Vorschein.
6.
Das, was das Element Sphäre der Raumunendlichkeit ist, o Bhikkhu, dieses
Element kommt infolge der Form *f18) zum Vorschein.
7.
Das, was das Element Sphäre der Bewußtseinsunendlichkeit ist, o Bhikkhu, dieses
Element kommt infolge der Sphäre der Raumunendlichkeit zum Vorschein.
8.
Das, was das Element Sphäre der Nichtsheit ist, o Bhikkhu, dieses Element kommt
infolge der Sphäre der Bewußtseinsunendlichkeit zum Vorschein.
9.
Das, was das Element Sphäre, wo es weder Vorstellung noch Nichtvorstellung
gibt, ist, o Bhikkhu, dieses Element kommt infolge der Sphäre der Nichtsheit
zum Vorschein.
10.
Das, was das Element Aufhebung von Vorstellung und Empfindung ist, o Bhikkhu,
dieses Element kommt infolge der Aufhebung *f19) zum Vorschein."
11.
"Was aber da, Herr, das Element Lichtglanz ist, und was das Element
Schönes ist, und was das Element Sphäre der Raumunendlichkeit ist, und was das
Element Sphäre der Bewußtseinsunendlichkeit ist, und was das Element Sphäre der
Nichtsheit ist, und was das Element Sphäre, wo es weder Vorstellung noch
Nichtvorstellung gibt, ist, und was das Element Aufhebung von Vorstellung und Empfindung
ist: diese Elemente also, Herr, als was für eine Erreichung können sie erlangt
werden?"
(Pali: kathamsamápatti
ist als Compos. zu verstehen (Antwort: saññá-, samkhárávasesa-,
nirodhasamápatti). Der Komm. (II.171.3) erklärt es mit kídisá samápatti
náma hutvá pattabbá.
12.
"Das, was das Element Lichtglanz ist, o Bhikkhu, und das, was das Element
Schönes ist, und das, was das Element Raumunendlichkeit ist, und das, was das
Element Bewußtseinsunendlichkeit ist, und das, was das Element Nichtsheit ist:
diese Elemente können als Erreichung der (meditativen) Vorstellung erlangt
werden.
(Über die meditativen
"Wahrnehmungen" oder "Vorstellungen" handelt Anguttara,
X.60.)
13.
Das, was das Element Sphäre, wo es weder Vorstellung noch Nichtvorstellung gibt,
ist, o Bhikkhu: dieses Element kann als 'Erreichung des letzten Restes der
Gestaltungen' erlangt werden.
14.
Das, was das Element Aufhebung von Vorstellung und Empfindung ist, o Bhikkhu:
dieses Element kann als 'Erreichung der Aufhebung' erlangt werden."
|