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Samyutta Nikáya

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  • 15. Anamatagga-Samyutta - Von dem, was unbekannten Anfanges ist.
    • 1 – 10 Pathama vagga - Erster Abschnitt.
      • S.15.8. Die Gangá
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S.15.8. Die Gangá

 

Übersetzt von Seidenstücker, a. a. O., Nr. 56, S. 67.

 

1. (Ort der Begebenheit:) Rájagaha im Bambushaine.

 

2. Und es begab sich ein Brahmane dorthin, wo der Erhabene sich befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder.

 

3. Zur Seite sitzend sprach dann der Brahmane zu dem Erhabenen also: "Sind wohl schon viele Weltalter, Herr Gotama, vergangen und zurückgelegt?"

 

4. "Viele Weltalter freilich, o Brahmane, sind schon vergangen und zurückgelegt. Es ist nicht leicht, sie auszurechnen: so und so viele Weltalter sind es, oder so und so viele Hunderte von Weltaltern, oder so und so viele Tausende von Weltaltern, oder so und so viele Hunderttausende von Weltaltern."

 

5. "Ist es aber möglich, Herr Gotama, in einem Gleichnis es zu tun?"

 

6. "Dies ist möglich, o Brahmane," sprach der Erhabene. "Das ist gerade so, wie der Sand zwischen der Stelle, wo die Gangá entspringt, und der Stelle, wo sie in das große Meer sich ergießt, nicht leicht auszurechnen ist: so und so viel Sand ist es, oder so und so viele Hunderte von Sandkörnern, oder so und so viele Tausende von Sandkörnern, oder so und so viele Hunderttausende von Sandkörnern.

 

7. Noch mehr freilich sind die Weltalter, o Brahmane, die schon vergangen und zurückgelegt sind. Es ist nicht leicht, sie auszurechnen so und so viele Weltalter sind es, oder so und so viele Hunderte von Weltaltern, oder so und so viele Tausende von Weltaltern, oder so und so viele Hunderttausende von Weltaltern.

 

8. Warum das? Unbekannten Anfangs, o Brahmane, ist dieser Umlauf der Geburten; nicht kennt man einen ersten Beginn bei den Wesen, die, in dem Hemmnis des Nichtwissens, in der Fessel des Durstes gefangen, (von Geburt zu Geburt) umherwandern und umherlaufen.

 

9. Auf diese Art ist ja lange Zeit hindurch, o Brahmane, Leiden erduldet worden, ist Pein erduldet worden, ist Verlust erduldet worden, ist das Leichenfeld gewachsen. Nunmehr aber, o Brahmane, hast du wohl Ursache genug, Widerwillen zu fassen gegen alle Gestaltungen, hast Ursache genug, gegen sie gleichgültig zu werden, hast Ursache genug, von ihnen dich loszulösen."

 

10. Auf diese Worte hin sprach der Brahmane zu dem Erhabenen also: "Wundervoll, Herr Gotama! Wundervoll Herr Gotama! usw. usw. (= 12.17.16) . . . Als Laienanhänger soll mich der Herr Gotama annehmen, der von heute an auf Lebenszeit zu ihm seine Zuflucht genommen hat."

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