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S.17.4. Die langhaarige Ziege
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster Anáthapindikas. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr
Mönche!" - "Ja, o Herr!" erwiderten jene Mönche dem Erhabenen.
Der Erhabene nun sprach also:
2.
"Schlimm (in ihren Folgen), o Mönche, sind Gewinn, Ehre und Ruhm,
einschneidend und harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden
sie für die Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.
3.
Wenn so eine langhaarige Ziege sich in dorniges Dickicht begibt, so würde sie
dann da und dort hängenbleiben, da und dort festgehalten bleiben, da und dort
sich verwickeln, da und dort in Unglück und Elend geraten.
4.
Ebenso auch, ihr Mönche, ist da ein Mönch, von Gewinn, Ehre und Ruhm
überwältigt, umstrickten Herzens. Der hat sich am Morgen angekleidet, hat
Gewand und Schale genommen und begibt sich in ein Dorf oder eine Ortschaft um
Almosenspeise. Da und dort bleibt er hängen, da und dort wird er festgehalten,
da und dort verwickelt er sich, da und dort gerät er in Unglück und Elend.
5.
So schlimm (in ihren Folgen) sind Gewinn, Ehre und Ruhm, einschneidend und
harsch sind sie (in ihren Wirkungen), ein Hindernis bilden sie für die
Erreichung der höchsten Bürdenfreiheit.
6.
Daher, o Mönche, sollt ihr also üben: 'Gewinn, Ehre und Ruhm, die uns
entstanden, wollen wir aufgeben, und nicht sollen Gewinn, Ehre und Ruhm, die
uns entstanden, unser Herz umstrickend (und darin haften) bleiben!'
7.
So, wahrlich, o Mönche, sollt ihr üben!"
[ETML-N:/]
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