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Samyutta Nikáya

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  • 19. Lakkhana-Samyutta
      • S.19.1. Das Skelett
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19. Lakkhana-Samyutta

 

S.19.1. Das Skelett

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene bei Rájagaha, im Bambus-Hain, am Fütterungsplatz der Eichhörnchen.

 

2. Damals nun lebten der Ehrwürdige Lakkhana und der Ehrwürdige Mahá-Moggallána auf dem Geierspitz-Berg.

 

3. Der Ehrwürdige Mahá-Moggallána kleidete sich eines Morgens an, nahm Gewand und Schale und begab sich zum Ehrwürdigen Lakkhana.

 

4. Dort angelangt sprach er zum Ehrwürdigen Lakkhana also: "Komm, Bruder Lakkhana, laß uns nach Rájagaha gehen um Almosenspeise." - "Gut Bruder", antwortete der Ehrwürdige Lakkhana dem Ehrwürdigen Mahá-Moggallána.

 

5. Während da der Ehrwürdige Mahá-Moggallána vom Geierspitz-Berg herabstieg, zeigte er, als er zu einem gewissen Platz kam, ein Lächeln.

 

6. Und der Ehrwürdige Lakkhana sprach zum Ehrwürdigen Mahá-Moggallána also: "Was ist der Grund, Bruder Moggallána, was ist die Ursache dafür, daß du ein Lächeln zeigtest?" - "Nicht ist es jetzt, Bruder Lakkhana, an der Zeit für diese Frage. Vor dem Erhabenen stelle mir diese Frage!"

 

7. Nachdem der Ehrwürdige Mahá-Moggallána und der Ehrwürdige Lakkhana in Rájagaha um Almosenspeise gegangen waren, begaben sie sich nach der Rückkehr vom Almosengang, nach dem Mahle, zum Erhabenen, begrüßten ihn ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder.

 

8. Seitwärts sitzend sprach der Ehrwürdige Lakkhana zum Ehrwürdigen Mahá-Moggallána: "Es hat da der Ehrwürdige Mahá-Moggallána, vom Geierspitz-Berg herabsteigend, an einem gewissen Platze ein Lächeln gezeigt. Was war der Grund, Bruder Moggallána, was war die Ursache, daß du ein Lächeln zeigtest?"

 

9. "Von dem Geierspitz-Berg herabsteigend, sah ich da ein Skelett, das sich in den Lüften bewegte, Geier, Krähen und Adler fielen es immer wieder an, pickten an ihm, zerrten, rissen es auseinander, und es stieß einen Schmerzensschrei aus.

 

10. Da war mir, Bruder, also zumute: 'Wahrlich, wunderbar ist es, außerordentlich ist es, daß es solch ein Wesen, solch ein Gespenst gibt, daß man eine solche Daseinsform annehmen kann!"'

 

11. Da wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Scharfsichtige Jünger, ihr Mönche, gibt es! Erkenntnisbegabte Jünger gibt es wahrlich, ihr Mönche! Wenn da einer solches erkennen, solches sehen, von solchem ein Augenzeuge sein mag!

 

12. Früher schon, ihr Mönche, ward von mir dieses Wesen gesehen, doch ich habe es nicht kundgetan. Wenn nämlich nur ich es kundgetan hätte, würden es mir andere nicht geglaubt haben. Die es mir nicht glaubten, denen würde es lange Zeit zum Unheil und Leiden gereichen.

 

13. Dieses Wesen, ihr Mönche, war einst in eben diesem Rájagaha ein Rinderschlächter. Als Frucht seines Wirkens hat er viele Jahre, viele hundert Jahre, viele tausend Jahre, viele hunderttausend Jahre in der Hölle gelitten, und als Rest eben dieser Wirkensfrucht erleidet er nun solche Daseinsform. "

 

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