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Samyutta Nikáya

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  • 20. Opamma-Samyutta - Gleichnisse
      • S.20.9. Die Elefanten
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S.20.9. Die Elefanten

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im Kloster des Anáthapindika.

 

2. Damals nun suchte ein gewisser neuer Mönch zu später Stunde die Familien auf. Zu ihm sprachen die Mönche also: "Nicht wolle der Ehrwürdige zu später Stunde die Familien aufsuchen."

 

3. So angeredet sprach jener Mönch: "Diese älteren Mönche erlauben es sich, die Familien aufzusuchen. Warum soll ich es nicht?"

 

4. Daraufhin begab sich eine Anzahl Mönche zum Erhabenen. Sie begrüßten den Erhabenen ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder.

 

5. Seitwärts sitzend sprachen jene Mönche zum Erhabenen also: "Es sucht da, o Herr, ein gewisser neuer Mönch zu später Stunde die Familien auf. Zu ihm haben die Mönche also gesprochen: 'Nicht wolle der Ehrwürdige zu später Stunde die Familien aufsuchen.' So angeredet sprach jener Mönch zu den Mönchen also: 'Diese älteren Mönche erlauben es sich, die Familien aufzusuchen. Warum soll ich es nicht?' "

 

6. "Vor langer Zeit, ihr Mönche, war da in einem Waldgebiet ein großer Teich, in dessen Nähe Elefanten lebten. Diese pflegten in den Teich hineinzugehen und mit dem Rüssel die Lotus-Stengel herauszuziehen; sie reinigten sie gut, und die vom Schlamm befreiten Stengel machten sie sich mundgerecht und aßen sie dann. Denen gedieh dies zu Schönheit und Kraft. Nicht erlitten sie, hierdurch veranlaßt, Tod oder tödlichen Schmerz.

 

7. Doch die bei diesen großen Elefanten erst lernenden jungen Tiere gingen in den Teich hinein, zogen mit den Rüsseln die Lotus-Stengel heraus, und ohne sie gut zu reinigen, machten sie sich die Stengel mundgerecht und aßen sie dann. Denen gedieh dies weder zu Schönheit noch zu Kraft, und, hierdurch veranlaßt, erlitten sie Tod oder tödlichen Schmerz.

 

8. Ebenso auch, ihr Mönche, sind da ältere Mönche; sie haben sich am Morgen angekleidet, Gewand und Schale genommen und gehen in ein Dorf oder eine Ortschaft um Almosenspeise. Dort verkünden sie die Lehre, und in freudigem Vertrauen geben ihnen die Hausleute die Spende. Das Erhaltene genießen sie ohne Gier, unbetört, unangehangen, das Elend sehend, das Entrinnen kennend. Denen gereicht dies zu Schönheit und Kraft *f29), nicht erleiden sie, hierdurch veranlaßt, Tod oder tödlichen Schmerz.

 

9. Die bei jenen älteren Mönchen lernenden neuen Mönche nun haben sich am Morgen angekleidet, Gewand und Schale genommen und gehen in ein Dorf oder eine Ortschaft um Almosenspeise.

 

10. Dort verkünden sie die Lehre, und in freudigem Vertrauen geben ihnen die Hausleute die Spende. Das Erhaltene genießen sie gierig und betört, anhänglich, nicht das Elend sehend, nicht das Entrinnen kennend. Denen gereicht dies weder zu Schönheit noch zu Kraft, und, hierdurch veranlaßt, erleiden sie Tod oder tödlichen Schmerz.

 

11. Daher, ihr Mönche, sollt ihr euch darin üben: 'Ohne Gier, unbetört, unangehangen, das Elend sehend, das Entrinnen kennend, wollen wir das Erhaltene genießen.' So, ihr Mönche, sollt ihr euch üben."

 




*f29) Komm.: "zur Schönheit der Tugend und Kraft der Erkenntnis".






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