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Samyutta Nikáya

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  • 20. Opamma-Samyutta - Gleichnisse
      • S.20.10. Die Katze
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S.20.10. Die Katze

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im Kloster des Anáthapindika.

 

2. Damals machte ein gewisser Mönch zu später Stunde Besuche bei den Familien. Zu ihm sprachen die Mönche: "Nicht wolle der Ehrwürdige zu später Stunde bei den Familien Besuche machen."

 

3. Obwohl so von den Mönchen angegangen, ließ jener Mönch nicht davon ab.

 

4. Da begab sich eine Anzahl von Mönchen zum Erhabenen. Sie begrüßten den Erhabenen ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder.

 

5. Seitwärts sitzend sprachen jene Mönche zum Erhabenen also: "Es macht da, o Herr, ein gewisser Mönch zu später Stunde bei den Familien Besuche. Zu ihm haben die Mönche also gesprochen: 'Nicht wolle der Ehrwürdige zu später Stunde bei den Familien Besuche machen.' Obwohl so von den Mönchen angegangen, hat jener Mönch nicht davon abgelassen."

 

6. "Einstmals, ihr Mönche, saß da eine Katze an einer Senkgrube, wo sich die Abzugskanäle zweier Häuser treffen, und lauerte einer kleinen Maus auf: 'Wenn diese Maus ihres Futters halber herauskommt, dann werde ich sie packen und verzehren.'

 

7. Es kam da nun diese kleine Maus ihres Futters halber hervor. Da packte sie die Katze und verschlang sie, nachdem sie sich die Maus schnell mundgerecht gemacht hatte. Selbst den Magen und die Eingeweide fraß sie. So hatte diese Maus, hierdurch veranlaßt, Tod erlitten und tödlichen Schmerz.

 

8. Ebenso auch, ihr Mönche: Es hat sich da ein gewisser Mönch am Morgen angekleidet, Gewand und Schale genommen und geht in ein Dorf oder eine Ortschaft um Almosenspeise - mit unbewachtem Körper, unbewachter Rede, unbewachtem Geiste, ohne die Achtsamkeit gewärtig zu halten, mit ungezügelten Sinnen.

 

9. Der sieht dort eine Frau, spärlich bekleidet, spärlich verhüllt. Hat er die Frau gesehen, spärlich bekleidet, spärlich verhüllt, so verdirbt Gier sein Herz. Mit gierverderbtem Herzen erleidet er dann Tod oder tödlichen Schmerz.

 

10. Denn als Tod gilt dies, ihr Mönche, in der Ordenszucht des Heiligen, wenn einer die Ordensregel aufgibt und sich wieder dem niederen (Weltleben) zuwendet. Als tödlicher Schmerz, ihr Mönche, gilt dies in der Ordenszucht des Heiligen, wenn einer irgendeines der befleckenden Vergehen begeht, für die eine Buße vorgeschrieben ist.

 

11. Daher, ihr Mönche, sollt ihr euch darin üben: 'Nur mit bewachtem Körper, mit bewachter Rede, bewachtem Geiste, die Achtsamkeit gewärtig haltend, mit gezügelten Sinnen, wollen wir in das Dorf oder die Ortschaft um Almosen gehen. ' So, ihr Mönche, sollt ihr euch üben."

 

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