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S.21.4. Der neue Mönch
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster Anáthapindikas.
2.
Damals nun pflegte ein gewisser neuer Mönch nach Rückkehr vom Almosengang, nach
dem Mahle ins Kloster gekommen, ohne an etwas teilzunehmen, sich schweigend und
untätig zu verhalten *f36), nicht beteiligte er sich an der Arbeit der
Mönche zur Zeit der Gewänder-Anfertigung.
3.
Da begab sich eine Anzahl Mönche zum Erhabenen. Sie begrüßten den Erhabenen
ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder.
4.
Seitwärts sitzend sprachen jene Mönche zum Erhabenen also: "Es pflegt da
ein gewisser neuer Mönch... (wie oben) ... Gewänder-Anfertigung."
5.
Da wandte sich der Erhabene an einen Mönch: "Geh, o Mönch, und sprich in
meinem Namen zu jenem Mönch also: 'Der Meister ruft dich, o Bruder.'"
6.
"Ja, o Herr", antwortete der Mönch dem Erhabenen, begab sich zu jenem
Mönch und sprach zu ihm: "Der Meister ruft dich, o Bruder."
7.
"Ja, o Bruder", erwiderte jener Mönch, begab sich zum Erhabenen,
begrüßte ihn ehrerbietig und setzte sich seitwärts nieder.
8.
Und der Erhabene sprach zu ihm also: "Ist es wahr, o Mönch, daß du nach
der Rückkehr vom Almosengang, nach dem Mahle ins Kloster gekommen, ohne an
etwas teilzunehmen, dich schweigend und untätig verhältst und dich nicht an der
Arbeit der Mönche zur Zeit der Gewänder-Anfertigung beteiligst?" -
"Auch ich, o Herr, tue meine eigene Arbeit."
9.
Der Erhabene nun, die Gedanken jenes Mönches im Geiste erkennend, wandte sich
an die Mönche: "Nicht möget ihr, o Mönche, jenem Mönch zürnen. Dieser
Mönch, o Mönche, erreicht nach seinem Willen, ohne Schwierigkeit, ohne Mühe die
vier Vertiefungen, die in der Gegenwart erlangten glücklichen Zustände
geläuterten Geistes. Um dessentwillen Söhne aus edler Familie ganz aus dem
Hause in die Hauslosigkeit ziehen, dieses höchste Ziel des Heiligen Wandels hat
er schon bei Lebzeiten selber erkannt und verwirklicht und verweilt in seinem
Besitze."
10.
So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der
Meister noch dieses:
"Nicht
wird durch Schlaffheit, nicht durch schwache Kraft
Nibbana
je gewonnen, das allen Leidens Lösung ist.
Doch
hier der junge Mönch, der ist ein höchster Mensch:
Als
Sieger über Máras Heer *f37) trägt er den letzten Leib.
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