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S.21.7. Visákha
(Diese Sutte findet sich
auch A IV 48.)
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene bei Vesálí im Großen Walde, in
der Giebelhaus-Halle.
2.
Zu dieser Zeit unterwies der Ehrwürdige Visákha, der Sohn der Pañcálí, die
Mönche in der Versammlungshalle durch einen Lehrvortrag. Er ermahnte sie, regte
sie an und erfreute sie, gefällig war seine Rede, deutlich, volltönend, den
Sinn erkennen lassend, flüssig und ungezwungen.
3.
Als der Erhabene am Abend sich aus der Zurückgezogenheit erhoben hatte, begab
er sich zur Versammlungshalle und setzte sich dort auf bereitetem Sitze nieder.
4.
Nachdem er Platz genommen, wandte er sich an die Mönche: "Wer, o Mönche,
unterweist da in der Versammlungshalle die Mönche durch einen Lehrvortrag,
ermahnt sie, regt sie an und erfreut sie in gefälliger Rede, deutlich,
volltönend, den Sinn erkennen lassend, flüssig und ungezwungen?"
5.
"Der Ehrwürdige Visákha, der Sohn der Pañcálí, o Herr, unterweist in der
Versammlungshalle ... " (wie oben).
6.
Da wandte sich der Erhabene an den Ehrwürdigen Visákha, den Sohn der Pañcálí:
"Gut, o Visákha! Gut ist es, daß du die Mönche in einem Lehrvortrag
unterwiesen hast, ermahnt, angeregt und erfreut hast, in gefälliger Rede,
deutlich, volltönend, den Sinn erkennen lassend, flüssig und ungezwungen!"
7.
So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der
Meister noch dieses:
"Wenn
er nicht spricht, erkennt man nicht den Weisen unter Toren.
Doch
wenn er spricht, dann kennt man ihn, der todesfreie Stätte lehrt.
Verkünde,
lasse leuchten hell die Lehre, der heiligen Seher Banner pflanze auf!
Die
Heiligen haben edles Wort zum Banner,
die
Lehre ist fürwahr der Heiligen Banner!"
[ETML-N:/]
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