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S.21.11. Kappina
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster Anáthapindikas.
2.
Es begab sich da der Ehrwürdige Mahá-Kappina zum Erhabenen.
3.
Der Erhabene nun sah den Ehrwürdigen Mahá-Kappina von weitem herankommen. Als
er ihn gesehen, wandte er sich an die Mönche:
4.
"Seht ihr da, Mönche, jenen Mönch herankommen, sauber (im Aussehen), klein
(an Gestalt), mit einer Hakennase?" - "Ja, o Herr."
5.
"Dieser Mönch, o Mönche, besitzt große magische Macht, große
übernatürliche Gewalt. Nicht leicht kann man einen Erreichungszustand finden,
der nicht schon vorher von diesem Mönch gewonnen wäre. Und jenes höchste Ziel
des Heiligen Wandels, um dessentwillen Söhne aus edler Familie ganz vom Hause
in die Hauslosigkeit ziehen, das hat er schon bei Lebzeiten erkannt und
verwirklicht und verweilt in seinem Besitze."
6.
So sprach der Erhabene. Und nachdem der Gesegnete so geredet hatte, sprach der
Meister noch dieses:
"Der
Adel gilt als erster dort, wo auf die Herkunft man sich stützt.
(Doch)
wer im Wissen ist vollkommen und im Wandel,
der
ist (in Wahrheit) Erster unter Gott und Mensch;
am
Tage leuchtet die Sonne, die Nacht wird vom Monde erhellt,
im
Harnisch leuchtet der Ritter, ein Priester, wenn er selbstvertieft;
doch
stets, bei Tage und bei Nacht, erstrahlet hell der Buddha-Glanz."
[ETML-N:/]
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