Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Samyutta Nikáya

IntraText CT - Text

  • 22. Khandha-Samyutta - Die Daseinsgruppen
      • S.22.7. Fürchten durch Anhangen I
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen auszublenden

S.22.7. Fürchten durch Anhangen I

(Auch in M 138.)

 

1. So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im Kloster des Anáthapindika.

 

2. Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" - "Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun sprach also:

 

3. "Das Fürchten durch Anhangen *f67) und die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens will ich euch zeigen, ihr Mönche. So höret denn und achtet wohl auf! Ich werde sprechen." - "Ja, o Herr!" antworteten jene Mönche dem Erhabenen.

 

4. Der Erhabene sprach also: "Was ist nun, ihr Mönche, das Fürchten durch Anhangen?

 

5. Es ist da, ihr Mönche, ein unerfahrener Weltmensch, die Edlen nicht kennend, der Lehre der Edlen unkundig, in der Lehre der Edlen ungeschult; die Guten nicht kennend, in der Lehre der Guten unkundig, in der Lehre der Guten ungeschult. Der betrachtet die Körperlichkeit als das Selbst oder das Selbst als Körperlichkeit besitzend oder die Körperlichkeit als im Selbst oder das Selbst als in der Körperlichkeit. Ihm wandelt sich nun, verändert sich diese Körperlichkeit. Infolge der Wandlung und Veränderung der Körperlichkeit kreist ihm das Bewußtsein um diese Wandlung der Körperlichkeit herum. Und Furcht, aus dem Kreisen um die Körperlichkeits-Wandlung entstanden, sowie die daraus hervorgegangenen (unheilsamen) Zustände *f68) halten seinen Geist gefesselt. Gefesselten Geistes ist er voller Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit und Besorgnis, und infolge seines Anhangens gerät er in Furcht.

 

6.-9. Der betrachtet das Gefühl - die Wahrnehmung die Gestaltungen - das Bewußtsein als das Selbst oder das Selbst als Bewußtsein besitzend oder das Bewußtsein als im Selbst oder das Selbst als im (Gefühl...) Bewußtsein. Ihm wandelt sich nun, verändert sich dieses Bewußtsein. Infolge der Wandlung und Veränderung des Bewußtseins kreist ihm das Bewußtsein um diese Wandlung des Bewußtseins herum. Und Furcht, aus dem Kreisen um die Bewußtseins-Wandlung entstanden, sowie die daraus hervorgegangenen (unheilsamen) Zustände halten seinen Geist gefesselt. Gefesselten Geistes ist er voller Ängstlichkeit, Niedergeschlagenheit und Besorgnis, und infolge seines Anhangens gerät er in Furcht.

 

10. Dies, ihr Mönche, ist das Fürchten durch Anhangen.

 

11. Was ist nun, ihr Mönche, die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens?

 

12. Es ist da, ihr Mönche, ein erfahrener, edler Jünger, die Edlen kennend, der Lehre der Edlen kundig, in der Lehre der Edlen geschult; die Guten kennend, der Lehre der Guten kundig, in der Lehre der Guten geschult

Nicht betrachtet der die Körperlichkeit als das Selbst oder das Selbst als Körperlichkeit besitzend oder die Körperlichkeit als im Selbst oder das Selbst als in der Körperlichkeit. Ihm wandelt sich nun, verändert sich diese Körperlichkeit

Doch nicht kreist ihm infolge der Wandlung und Veränderung der Körperlichkeit das Bewußtsein um diese Wandlung der Körperlichkeit herum *f69). Und weder Furcht, entstanden aus dem Kreisen um die Körperlichkeitswandlung, noch daraus hervorgehende (unheilsame) Zustände halten seinen Geist gefesselt. Ungefesselten Geistes hat er keine Ängstlichkeit, keine Niedergeschlagenheit, keine Besorgnis, und wegen seines Nicht-Anhangens gerät er nicht in Furcht.

 

13.-16. Nicht betrachtet er das Gefühl - die Wahrnehmung - die Gestaltungen - das Bewußtsein als das Selbst oder das Selbst als Bewußtsein besitzend oder das Bewußtsein als im Selbst oder das Selbst als im Bewußtsein. Ihm wandelt sich nun, verändert sich dieses Bewußtsein. Doch nicht kreist ihm infolge der Wandlung und Veränderung des Bewußtseins das Bewußtsein um diese Wandlung des Bewußtseins herum. Und weder Furcht, entstanden aus dem Kreisen um die Bewußtseins-Wandlung, noch daraus hervorgehende (unheilsame) Zustände halten seinen Geist gefesselt. Ungefesselten Geistes hat er keine Ängstlichkeit, keine Niedergeschlagenheit, keine Besorgnis, und wegen seines Nicht-Anhangens gerät er nicht in Furcht.

 

17. Dies, ihr Mönche, ist die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens. "




*f67) upádáparitassaná; Komm.: d.i. 'das durch Greifen entstandene Fürchten (Zittern)'.



*f68) dhamma-samuppádá; die Übersetzung folgte dem Komm.



*f69) Komm.: Weil der Triebversiegte kein Karma-Bewußtsein mehr hat, kreist sein Bewußtsein nicht um den Zerfall der Körperlichkeit.






zurück - vor

Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License