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S.22.8. Fürchten durch
Anhangen II
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" -
"Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun
sprach also:
3.
"Das Fürchten durch Anhangen und die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens
will ich euch zeigen, ihr Mönche. So höret denn und achtet wohl auf! Ich werde
sprechen." - "Ja, o Herr!" antworteten jene Mönche dem
Erhabenen.
4.
Der Erhabene sprach also: "Was ist nun, ihr Mönche, das Fürchten durch
Anhangen?
5.
Es ist da, ihr Mönche, ein unerfahrener Weltmensch; der betrachtet die
Körperlichkeit in solcher Weise: 'Dies ist mein, das bin ich, das ist mein
Selbst!' - Ihm wandelt sich nun, verändert sich diese Körperlichkeit. Durch
Wandel und Veränderung dieser Körperlichkeit entstehen ihm dann Kummer, Jammer,
Schmerz, Trübsal und Verzweiflung.
6.-9.
Der betrachtet das Gefühl - die Wahrnehmung die Gestaltungen - das Bewußtsein
in solcher Weise: 'Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst!' - Ihm
wandelt sich nun, verändert sich dieses (Gefühl...) Bewußtsein. Durch Wandel
und Veränderung dieses Bewußtseins entstehen ihm dann Kummer, Jammer, Schmerz,
Trübsal und Verzweiflung.
10.
Dies, ihr Mönche, ist das Fürchten durch Anhangen.
11.
Was ist nun, ihr Mönche, die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens?
12.
Es ist da, ihr Mönche, ein erfahrener, edler Jünger; nicht betrachtet der die
Körperlichkeit in solcher Weise: 'Dies ist mein, das bin ich, das ist mein
Selbst!' - Ihm wandelt sich nun, verändert sich diese Körperlichkeit. Nicht
entstehen ihm aber durch Wandel und Veränderung dieser Körperlichkeit Kummer,
Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung.
13.-16.
Nicht betrachtet er das Gefühl - die Wahrnehmung - die Gestaltungen - das
Bewußtsein in solcher Weise: 'Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst!'
Ihm wandelt sich nun, verändert sich das (Gefühl...) Bewußtsein. Nicht
entstehen ihm aber durch Wandel und Veränderung des (Gefühls...) Bewußtseins
Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung.
17.
Dies, ihr Mönche, ist die Furchtlosigkeit des Nicht-Anhangens."
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