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S.22.45. Vergänglichkeit I
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" -
"Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun
sprach also:
3.-7.
"Die Körperlichkeit - das Gefühl - die Wahrnehmung - die Gestaltungen -
das Bewußtsein, ihr Mönche, sind vergänglich; was vergänglich ist, das ist
leidvoll; was leidvoll ist, das ist Nicht-Ich; was Nicht-Ich ist, davon gilt:
'Dies gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.' So ist
dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu verstehen. Dem, der dies so
mit rechter Weisheit versteht, wird der Geist entsüchtet und ohne Anhangen
befreit von den Trieben.
8.
Wenn nun, ihr Mönche, der Geist des Mönches beim Element 'Körperlichkeit' -
beim Element 'Gefühl' - beim Element 'Wahrnehmung' - 'Gestaltungen' -
'Bewußtsein' entsüchtet ist und ohne Anhangen befreit ist von den Trieben, dann
ist er aufgrund dieser Befreiung gefestigt; aufgrund dieses Gefestigtseins ist
er befriedigt *f87); aufgrund des Befriedigtseins süchtet er nicht;
ohne Süchten gelangt er aus sich selber heraus zur Erlöschung: 'Versiegt ist
die Geburt, vollendet der Heilige Wandel, getan das Werk, nichts Weiteres nach
diesem hier' - so erkennt er."
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