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S.22.66.-72. Vergänglich -
Leidvoll - Nicht-Ich - Nicht zu einem Ich gehörig - Von giererregender Natur
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Es begab sich da ein Mönch zum Erhabenen, berüßte ihn ehrerbietig und setzte
sich zur Seite nieder.
3.
Seitwärts sitzend sprach jener Mönch zum Erhabenen also: "Gut wäre es, o
Herr, wenn mir der Erhabene in Kürze die Lehre zeigte. Nachdem ich vom
Erhabenen die Lehre gehört, will ich einsam weilen, abgesondert, unermüdlich,
eifrig und entschlossen."
4.
"Was da, o Mönch, vergänglich ist - leidvoll Nicht-Ich - nicht zu einem
Ich gehörig - von giererregender Natur ist: danach sollst du den Willen
aufgeben." - "Verstanden ist es, Erhabener; verstanden ist es,
Gesegneter."
5.
"Wie denn, o Mönch, verstehst du ausführlich den Sinn meiner kurzgefaßten
Rede?"
6.
"Die Körperlichkeit, o Herr, das Gefühl - die Wahrnehmung - die
Gestaltungen - das Bewußtsein, sie sind vergänglich - leidvoll - Nicht-Ich -
nicht zu einem Ich gehörig - von giererregender Natur. Danach habe ich den
Willen aufzugeben. - So, o Herr, verstehe ich ausführlich den Sinn der
kurzgefaßten Rede des Erhabenen."
7.
"Gut, gut, o Mönch! Gut hast du, o Mönch, ausführlich den Sinn meiner
kurzgefaßten Rede verstanden: Die Körperlichkeit, o Mönch, das
Gefühl..."(wie oben)
8.-10.
(wie 22 63. 8-10)
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