|
S.22.103. Die Endpunkte
(Siehe A VI 61.)
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" -
"Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun
sprach also:
3.
"Vier Endpunkte gibt es, ihr Mönche; welche vier? Den Endpunkt der
Persönlichkeit, den Endpunkt bei der Entstehung der Persönlichkeit, den
Endpunkt bei der Aufhebung der Persönlichkeit und den Endpunkt beim Weg, der
zur Aufhebung der Persönlichkeit führt.
4.
Was nun, ihr Mönche, ist der Endpunkt bei der Persönlichkeit? 'Die fünf Gruppen
des Anhangens', wäre zu antworten. Welche fünf? Die Gruppen des Anhangens
'Körperlichkeit', 'Gefühl', 'Wahrnehmung', 'Gestaltungen', 'Bewußtsein'. Dies
nennt man, ihr Mönche, den Endpunkt bei der Persönlichkeit.
5.
Was nun, ihr Mönche, ist der Endpunkt bei der Entstehung der Persönlichkeit? Es
ist dieses Begehren, das Wiedergeburt erzeugende, mit Lustgier verbundene, sich
da und dort ergötzende, nämlich das Sinnlichkeits-Begehren, das
Daseins-Begehren, das Nichtseins-Begehren. Dies nennt man, ihr Mönche, den
Endpunkt bei der Entstehung der Persönlichkeit.
6.
Was nun, ihr Mönche, ist der Endpunkt bei der Aufhebung der Persönlichkeit? Es
ist eben dieses Begehrens restlose Vernichtung und Aufhebung, sein Verwerfen,
Abstoßen, die Befreiung, die Loslösung. Dies nennt man, ihr Mönche, den
Endpunkt bei der Aufhebung der Persönlichkeit.
7.
Was nun, ihr Mönche, ist der Endpunkt beim Weg, der zur Aufhebung der
Persönlichkeit führt? Es ist eben dieser Edle Achtfache Pfad, nämlich: Rechte
Erkenntnis, Rechte Gesinnung, Rechte Rede, Rechtes Tun, Rechter
Lebensunterhalt, Rechte Anstrengung, Rechte Achtsamkeit, Rechte Sammlung Dies
nennt man, ihr Mönche, den Endpunkt beim Weg, der zur Aufhebung der
Persönlichkeit führt.
8.
Dies, ihr Mönche, sind die vier Endpunkte."
[ETML-N:/]
|