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S.22.106. Zu durchschauende
Dinge
(Sehr ähnlich S 22 23.)
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster des Anáthapindika.
2.
Dort wandte sich der Erhabene an die Mönche: "Ihr Mönche!" -
"Ja, o Herr", antworteten jene Mönche dem Erhabenen. Der Erhabene nun
sprach also:
3.
"Die zu durchschauenden Dinge will ich euch zeigen, ihr Mönche, die
Durchschauung und den Menschen, der die Durchschauung vollzogen hat. So höret
und merket wohl auf! Ich werde sprechen.
4.
Welches, ihr Mönche, sind nun die zu durchschauenden Dinge? Die Körperlichkeit
ist ein zu durchschauendes Ding; das Gefühl, die Wahrnehmung, die Gestaltungen,
das Bewußtsein sind zu durchschauende Dinge. Dies nennt man, ihr Mönche, die zu
durchschauenden Dinge.
5.
Was ist nun, ihr Mönche, die Durchschauung? Die Gier-Versiegung, die
Haß-Versiegung, die Wahn-Versiegung - das, ihr Mönche, nennt man die
Durchschauung.
6.
Wer ist nun, ihr Mönche, der Mensch, der die Durchschauung vollzogen hat? 'Der
Heilige', wäre zu antworten. Und zwar jener Ehrwürdige mit solchem Namen, aus
solchem Geschlecht. Den, ihr Mönche, nennt man einen Menschen, der die
Durchschauung vollzogen hat."
[ETML-N:/]
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