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S.28.10. Sucimukhí
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Ehrwürdige Sáriputta bei Rájagaha, im
Bambus-Hain, am Fütterungsplatz der Eichhörnchen.
2.
Es hatte sich da der Ehrwürdige Sáriputta am Morgen angekleidet, und mit Gewand
und Schale versehen betrat er Rájagaha um Almosenspeise. Nachdem er in Rájagaha
Haus für Haus um Almosenspeise gegangen war, verzehrte er das Brockenmahl bei
einer Mauer.
3.
Da begab sich die Wanderasketin Sucimukhí zum Ehrwürdigen Sáriputta und sprach
zu ihm also:
4.
"Wie nun, o Asket: Ißt du wohl nach unten gewandt?" - "Nicht
esse ich, Schwester, nach unten gewandt."
5.
"So ißt du also, Asket, nach oben gewandt?" - "Nicht esse ich,
Schwester, nach oben gewandt."
6.
"So ißt du also, o Asket, nach den Haupthimmelsrichtungen gewandt?" -
"Nicht esse ich, Schwester, nach den Haupthimmelsrichtungen gewandt."
7.
"So ißt du also, o Asket, nach den Zwischenrichtungen gewandt?" -
"Nicht esse ich, Schwester, nach den Zwischenrichtungen gewandt."
8.
"Wie nun, o Asket: In solcher Weise befragt ... verneinst du alle diese
Fragen. Wie denn eigentlich ißt du, o Asket?"
9.
"Diejenigen Asketen und Priester, o Schwester, die durch die niedrige
Kunst der Geomantie, durch solch schlechten Lebensunterhalt, ihr Leben fristen,
von denen, o Schwester, sagt man, daß sie nach unten gewandt essen.
10.
Diejenigen Asketen und Priester, o Schwester, die durch die niedrige Kunst der
Sterndeutung, durch solch schlechten Lebensunterhalt, ihr Leben fristen, von
denen sagt man, o Schwester, daß sie nach oben gewandt essen.
11.
Diejenigen Asketen und Priester, o Schwester, die durch Übernehmen von
Aufträgen und Botschaften, durch solch schlechten Lebensunterhalt, ihr Leben
fristen, von denen sagt man, o Schwester, daß sie nach den
Haupthimmelsrichtungen gewandt essen.
12.
Diejenigen Asketen und Priester, o Schwester, die durch die niedrige Kunst des
Wahrsagens aus Körpermerkmalen, durch solch schlechten Lebensunterhalt, ihr
Leben fristen, von denen sagt man, o Schwester, daß sie nach den
Zwischenrichtungen gewandt essen.
13.
Ich nun, o Schwester, friste mein Leben nicht durch solch schlechten
Lebensunterhalt wie die niedrige Kunst der Geomantie und Sterndeutung, durch
Übernehmen von Aufträgen und Botschaften oder die niedrige Kunst des Wahrsagens
aus Körpermerkmalen. In rechtmäßiger Weise gehe ich auf die Suche nach dem
Almosenmahl, und das in rechter Weise gesuchte Almosenmahl esse ich."
14.
Da ging die Wanderasketin Sucimukhí in Rájagaha von Straße zu Straße, von Platz
zu Platz und verkündete: "Rechtmäßige Nahrung nehmen die Sakyer-Asketen zu
sich, tadelfreie Nahrung nehmen die Sakyer-Asketen zu sich! Gebt Almosenspeise
den Sakyer-Asketen!"
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