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33. Vacchagotta-Samyutta
S.33.1.-5. Unkenntnis I-V
(Übers. v. Seidenstücker
PB Nr. 121; Neumann BA S. 207 256 vgl. A VI 24 u. 72, VII 38.)
1.
So habe ich gehört. Einst weilte der Erhabene zu Sávatthí, im Jeta-Hain, im
Kloster Anáthapindikas.
2.
Da begab sich der Wanderasket Vacchagotta zum Erhabenen, und nach Austausch
freundlicher, höflicher Begrüßung setzte er sich zur Seite nieder.
3.
Seitwärts sitzend sprach der Wanderasket Vacchagotta zum Erhabenen also:
"Was, o Herr, ist wohl die Ursache, was ist der Grund, daß da in der Welt
solch mannigfache Ansichten bestehen: 'Ewig ist die Welt, nicht ewig ist die
Welt, begrenzt ist die Welt, unbegrenzt ist die Welt, eines ist Leib und Seele,
ein anderes ist Seele und ein anderes ist Leib, der Vollendete besteht nach dem
Tode, der Vollendete besteht nicht nach dem Tode, der Vollendete besteht und
besteht nicht nach dem Tode, der Vollendete besteht weder, noch besteht er
nicht nach dem Tode'?"
4.
"Wegen der Unkenntnis hinsichtlich der Körperlichkeit (Reden 2-5: des
Gefühls, der Wahrnehmung, der Gestaltungen, des Bewußtseins); wegen der
Unkenntnis hinsichtlich der Entstehung von Körperlichkeit (... Bewußtsein);
wegen der Unkenntnis hinsichtlich der Aufhebung von Körperlichkeit (...
Bewußtsein); wegen der Unkenntnis hinsichtlich des zur Aufhebung von
Körperlichkeit (... Bewußtsein) führenden Pfades: (deswegen) entstehen da in der
Welt solch mannigfache Ansichten: 'Ewig ist die Welt ...'
5.
Dies, o Vacchagotta, ist die Ursache, dies ist der Grund, daß da in der Welt
solch mannigfache Ansichten entstehen: 'Ewig ist die Welt ..."'
[ETML-N:/]
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