|
S.35.187 Der Ozean I
"'Der
Ozean, der Ozean', ihr Mönche, sagt der unbelehrte, gewöhnliche Mensch. Doch
das gilt nicht in der Ordnung des Edlen als Ozean: eine gewaltige Wassermenge
ist das, ihr Mönche, eine gewaltige Fülle von Wasser.
Das
Auge, ihr Mönche, ist der Ozean des Menschen, und aus Formen besteht seine
Bewegtheit. Wer diese Bewegtheit von Formen überkommen kann, von dem heißt es,
ihr Mönche, daß er den Ozean des Auges gekreuzt hat mit den Wellen und Wirbeln,
mit Raubtieren und Dämonen, daß er entronnen, hinübergelangt ist, als Brahmane
auf festem Grund steht.
Das
Ohr, die Nase, die Zunge, der Körper, der Geist sind der Ozean des Menschen,
und aus Objekten besteht seine Bewegtheit. Wer diese Bewegtheit überkommen
kann, von dem heißt es, ihr Mönche, daß er den Ozean der Sinne gekreuzt hat mit
den Wellen und Wirbeln, mit Raubtieren und Dämonen, daß er entronnen,
hinübergelangt ist, als Brahmane auf festem Grund steht:
Wer
diesen Ozean, mit Raubgetier und mit Dämonen,
die
Wellen furchtbar, schwer zu kreuzen, überkommen kann,
der
weiß das Letzte, angelangt am Brahma-Ziel:
weltendend
ist er hingelangt, so wie man sagt".
|