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S.35.188 Der Ozean II
"'Der
Ozean, der Ozean', ihr Mönche, sagt der unbelehrte, gewöhnliche Mensch. Doch
das gilt nicht in der Ordnung des Edlen als Ozean: eine gewaltige Wassermenge
ist das, ihr Mönche, eine gewaltige Fülle von Wasser.
Es
gibt, ihr Mönche, durch das Auge ins Bewußtsein tretende Formen, durch das Ohr
ins Bewußtsein tretende Töne, durch die Nase ins Bewußtsein tretende Düfte,
durch die Zunge ins Bewußtsein tretende Säfte, durch den Körper ins Bewußtsein
tretende Gegenstände, durch den Geist ins Bewußtsein tretende Dinge, die
ersehnten, geliebten, entzückenden, angenehmen, dem Begehren entsprechenden,
reizenden. Das, ihr Mönche, wird in der Ordnung des Edlen 'Der Ozean' genannt.
Darin versunken ist zumeist diese Welt mit ihren Göttern, mit ihren Máros und
Brahmas, mit ihrer Schar von Asketen und Brahmanen, mit ihren Göttern und
Menschen. Als Garn verflochten, als Knäuel vernestelt, Bast und Bindfaden
geworden, können sie dem Abweg, der üblen Fährte, dem Verderben, der Wandelwelt
nicht entkommen".
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