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Samyutta Nikáya IntraText CT - Text |
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Zu einer Zeit weilten der Ehrwürdige Sáriputto und der Ehrwürdige Mahá-Kotthito zu Benares am Sehersteine im Wildparke. Da nun begab sich der Ehrwürdige Mahá-Kotthito am Abend nach Aufhebung der Gedenkensruhe zum Ehrwürdigen Sáriputto, wechselte höflichen Gruß und freundliche denkwürdige Worte mit ihm und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach nun der Ehrwürdige Mahá-Kotthito zum Ehrwürdigen Sáriputto also:
"Wie ist es wohl, Bruder Sáriputto, ist das Auge die Fessel der Formen oder sind die Formen die Fessel des Auges? Ist die Zunge die Fessel der Säfte oder sind die Säfte die Fessel der Zunge? Ist der Geist die Fessel der Dinge oder sind die Dinge die Fessel des Geistes?"
Nicht ist, Bruder Sáriputto, das Auge die Fessel der Formen und nicht sind die Formen die Fessel des Auges, sondern was da, durch beide bedingt, an Willensreiz aufsteigt, das ist dabei die Fessel. Nicht ist die Zunge die Fessel der Säfte und nicht sind die Säfte die Fessel der Zunge, sondern was da, durch beide bedingt, an Willensreiz aufsteigt, das ist dabei die Fessel. Nicht ist der Geist die Fessel der Dinge und nicht sind die Dinge die Fessel des Geistes, sondern was da, durch beide bedingt, an Willensreiz aufsteigt, das ist dabei die Fessel.
Gleichwie, wenn da, Bruder, ein schwarzer Ochse und ein weißer Ochse mit einer Leine oder einem Joch verbunden wären. Wer da nun sagen würde: Der schwarze Ochse ist die Fessel des weißen Ochsen oder der weiße Ochse ist die Fessel des schwarzen, würde ein solcher wohl recht reden?"
"Nicht ist also, Bruder, der schwarze Ochse die Fessel für den weißen oder der weiße die Fessel für den schwarzen, sondern durch eine Leine oder ein Joch sind sie verbunden: das ist dabei die Fessel. Ebenso nun auch, Bruder, ist nicht das Auge die Fessel der Formen, sind nicht die Formen die Fessel des Auges. Nicht ist die Zunge die Fessel der Säfte und nicht sind die Säfte die Fessel der Zunge. Nicht ist der Geist die Fessel der Dinge und nicht sind die Dinge die Fessel des Geistes, sondern was da, durch beide bedingt, an Willensreiz aufsteigt, das ist dabei die Fessel. Wenn, Bruder, das Auge die Fessel der Formen wäre und die Formen die Fessel des Auges, wenn die Zunge die Fessel der Säfte wäre und die Säfte die Fessel der Zunge, wenn der Geist die Fessel der Dinge wäre und die Dinge die Fessel des Geistes, dann gäbe es hier keinen Brahma-Wandel zur vollkommenen Leidensversiegung. Da nun aber, Bruder, nicht das Auge die Fessel der Formen und nicht die Formen die Fessel des Auges, nicht die Zunge die Fessel der Säfte und nicht die Säfte die Fessel der Zunge, nicht der Geist die Fessel der Dinge und nicht die Dinge die Fessel des Geistes sind, sondern es der Willensreiz ist, der, durch beide bedingt, aufsteigt, darum gibt es hier einen Brahma-Wandel zur völligen Leidensversiegung
Durch diese Darlegung, Bruder, ist zu verstehen, daß das Auge nicht die Fessel der Formen ist und die Formen nicht die Fessel des Auges sind, daß die Zunge nicht die Fessel der Säfte ist und die Säfte nicht die Fessel der Zunge sind, daß der Geist nicht die Fessel der Dinge und die Dinge nicht die Fessel des Geistes sind, sondern daß, was da, durch beide bedingt, an Willensreiz aufsteigt, dabei die Fessel ist.
Es findet sich beim Erhabenen ein Auge, eine Zunge, ein Geist. Und der Erhabene sieht mit dem Auge eine Form, schmeckt mit der Zunge einen Saft, denkt mit dem Geiste ein Ding, aber beim Erhabenen gibt es keinen Willensreiz. Wohl erlöst ist das Herz des Erhabenen".
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