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Samyutta Nikáya

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  • 35. das Saláyatana-Samyutta, (01-30)
      • S.35.194 Durch Ausbrennen
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S.35.194 Durch Ausbrennen

 

Eine Darlegung des Ausbrennens, ihr Mönche, eine Lehrdarlegung will Ich euch zeigen. Das höret. Und was ist, ihr Mönche, diese Darlegung des Ausbrennens, die Lehrdarlegung?

 

Ein Gutes, ihr Mönche, hätte es, wenn mit einem glühenden Eisenpflock, einem brennenden, lodernden, flammenden der Sehsinn zerstört wäre. Dann könnte man jedenfalls nicht bei den durch das Auge ins Bewußtsein tretenden Formen bis in die Assoziationen hinein nach den Vorstellungen greifen. An die Labsal der Vorstellungen gebunden, ihr Mönche, kann das bestehende Bewußtsein weiterbestehen, oder an die Labsal der Assaziationen gebunden. Sollte jemand zu einer solchen Zeit das Zeitliche segnen, so könnte es der Fall sein, daß er eine von zwei Fährten einschlägt; zur Hölle oder in tierischen Schoß. Weil ich dieses Elend gesehen habe, ihr Mönche, deshalb sage ich das.

 

Ein Gutes, ihr Mönche, hätte es, wenn mit einem glühenden Eisenstift, einem brennenden, lodernden, flammenden der Hörsinn zerstört würde; wenn mit einer scharfen Nagelschere, einer brennenden, lodernden, flammenden der Riechsinn zerstört würde; wenn mit einem scharfen Rasiermesser, einem brennenden, lodernden, flammenden der Schmecksinn zerstört würde; wenn mit einem scharfen Schwert, einem brennenden, lodernden, flammenden der Tastsinn zerstört würde. Dann könnte man jedenfalls nicht bei den durch das Ohr ins Bewußtsein tretenden Tönen, bei den durch die Nase ins Bewußtsein tretenden Düften, bei den durch die Zunge ins Bewußtsein tretenden Säften, bei den durch den Körper ins Bewußtsein tretenden Tastungen bis in die Assoziationen hinein noch den Vorstellungen greifen. An die Labsal der Vorstellungen gebunden, ihr Mönche, kann das bestehende Bewußtsein weiterbestehen oder an die Labsal der Assoziationen gebunden. Sollte jemand zu einer solchen Zeit das Zeitliche segnen, so könnte es der Fall sein, daß er eine von zwei Fährten einschlägt: zur Hölle oder in tierischen Schoß. Weil ich dieses Elend gesehen habe, ihr Mönche, deshalb sage ich das.

 

Ein Gutes, ihr Mönche, hätte der Schlaf. Den Schlaf nenne ich allerdings, ihr Mönche, die unergiebige Lebenszeit, die fruchtlose Lebenszeit, die blinde Lebenszeit. Immerhin aber kann man dabei gewiß nicht solche Gedanken denken, unter deren Einfluß man den Orden spalten könnte. Diese unergiebige Lebenszeit, ihr Mönche, habe ich als Elend gesehen, deshalb sage ich das.

Der erfahrene edle Jünger aber, ihr Mönche, führt sich vor Augen: Sei es um den glühenden Eisenpflock, den glühenden Eisenstift, die scharfe Nagelschere, das scharfe Rasiermesser, das scharfe Schwert, die brennenden, lodernden, flammenden, um damit den Sehsinn, den Hörsinn, den Riechsinn, den Schmecksinn, den Tastsinn zu zerstören. Wohlan denn, ich will die Aufmerksamkeit auf folgendes richten: Die 5 Innen- und Außengebiete, die 5 Arten des Bewußtseins, die 5 Berührungen, die 15 Gefühle - sie alle sind unbeständig.

 

Sei es um den Schlaf. Wohlan denn, ich will die Aufmerksamkeit auf folgendes richten: Der Geist ist unbeständig, die Dinge sind unbeständig, das Denkbewußtsein ist unbeständig, die Geistberührung ist unbeständig und was da durch Geistberührung bedingt an Fühlbarem aufsteigt, sei es wohl oder oder weder wehe noch wohl, alles das ist unbeständig.

 

Also sehend, ihr Mönche, findet der erfahrene edle Jünger nichts bei alledem. Nichts dabei findend, wird er reizlos. Durch Reizlosigkeit wird er erlöst. 'Im Erlösten ist die Erlösung' erkennt er: 'Versiegt ist die Geburt, vollendet der Brahma-Wandel, gewirkt das Werk, nichts Höheres gibt es über dieses hier', versteht er da.

Das ist, ihr Mönche, die Darlegung des Ausbrennens, eine Lehrdarlegung".

 

 




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