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Samyutta Nikáya

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  • 35. das Saláyatana-Samyutta, (01-30)
      • S.35.198 Erfreut
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S.35.198 Erfreut

 

"Mit drei Dingen ausgestattet, ihr Mönche, verweilt ein Mönch schon zu Lebzeiten in einer Fülle von Wohl und Frohsinn, und er hat den Ausgangspunkt zur Triebversiegung. Welche drei? Er wacht über die Tore der Sinne, weiß Maß zu halten beim Essen, ist der Wachsamkeit angejocht.

 

Und wie, ihr Mönche, wacht ein Mönch über die Tore der Sinne? Hat da, ihr Mönche, ein Mönch mit dem Auge eine Form erblickt, mit dem Ohr einen Ton gehört, mit der Nase einen Duft gerochen, mit der Zunge einen Saft geschmeckt, mit dem Körper einen Gegenstand getastet, mit dem Geist ein Ding gedacht, dann greift er nicht nach den Vorstellungen, greift nicht noch den Assoziationen. Da Begierde und Mißmut, böse, unheilsame Dinge, gar bald den überwältigen, der die Sinne nicht bewacht, so befleißigt er sich dieser Bewachung, er hütet die Sinne, er wacht eifrig über die Sinne.

 

Gleichwie, ihr Mönche, wenn da auf gutem Boden, an der Kreuzung vierer Straßen, ein treffliches Wagengespann in Bereitschaft stünde mit dem dazugehörigen Treibstock versehen, und diesen Wagen bestiege ein Meister der Fahrkunst, ein gewandter Rosselenker, nähme die Zügel in die Linke, den Treibstock in die Rechte und führe nach Wunsch und Willen hin und her, ebenso nun auch, ihr Mönche, übt sich ein Mönch in der Bewachung dieser sechs Sinne, übt sich in Zurückhaltung, übt sich in Bezähmung, übt sich in Beruhigung. So nun, ihr Mönche, hat ein Mönch die Sinne gezügelt.

 

Und, wie, ihr Mönche, hält ein Mönch Maß beim Essen? Da nimmt der Mönch gründlich besonnen die Nahrung ein: Nicht zur Letzung, nicht zur Ergetzung; nicht zur Schmuckheit und Zier, sondern eben nur, um diesen Leib zu erhalten, zu fristen, um Schaden zu verhüten, den Brahma-Wandel zu fuhren: 'So werde ich das frühere Gefühl abtöten und ein neues nicht aufkommen lassen, werde ein Auskommen haben, ohne Tadel bestehen, mich wohlbefinden'.

 

Gleichwie, ihr Mönche, ein Mann eine Wunde einsalben würde, damit sie heilen kann, oder gleichwie er die Achse eines Rades schmieren würde, damit Lasten befördert werden können, ebenso nun auch, ihr Mönche, nimmt der Mönch gründlich besonnen die Nahrung ein. So nun, ihr Mönche, hält ein Mönch beim Essen Maß.

 

Und wie nun, ihr Mönche, ist der Mönch an die Wachsamkeit angejocht? Da läutert, ihr Mönche, ein Mönch, bei Tage gehend und sitzend, das Herz von hinderlichen Eigenschaften; läutert in den ersten Stunden der Nacht, gehend und sitzend, das Herz von hinderlichen Eigenschaften; legt sich in den mittleren Stunden der Nacht auf die rechte Seite wie der Löwe hin, einen Fuß über dem anderen, achtsam, klar bewußt, der Zeit des Aufstehens gedenkend; läutert in den letzten Stunden der Nacht, wieder aufgestanden, gehend und sitzend, das Herz von hinderlichen Eigenschaften. So nun, ihr Mönche, ist ein Mönch an die Wachsamkeit angejocht.

 

Ist ein Mönch, ihr Mönche, mit diesen drei Dingen ausgestattet, so verweilt er schon zu Lebzeiten in einer Fülle von Wohl und Frohsinn, und er hat den Ausgangspunkt zur Triebversiegung".

 

 




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