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Samyutta Nikáya

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  • 35. das Saláyatana-Samyutta, (01-30)
      • S.35.207 Das Gerstenbündel
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S.35.207 Das Gerstenbündel

 

"Gleichwie etwa, ihr Mönche, wenn da am Kreuzpunkt vierer Straßen Gerstenbündel hingeworfen wären, und es kämen sechs Männer mit Dreschflegeln in den Händen und würden die Gerstenbündel mit den sechs Dreschflegeln dreschen. Da würden, ihr Mönche, diese Gerstenbündel, von den sechs Dreschflegeln gedroschen, gut ausgedroschen werden. Dann käme noch ein siebter Mann mit einem Dreschflegel in der Hand herbei und würde mit diesem siebten Dreschflegel die Gerstenbündel ausdreschen. Da würden, ihr Mönche, die Gerstenbündel, mit dem siebten Dreschflegel gedroschen, noch besser ausgedroschen werden.

 

Ebenso nun auch, ihr Mönche, wird der unerfahrene gewöhnliche Mensch beim Auge von den angenehmen und unangenehmen Formen gedroschen, wird bei der Zunge von den angenehmen und unangenehmen Säften gedroschen, wird beim Geiste von den angenehmen und unangenehmen Dingen gedroschen. Wenn aber der unerfahrene gewöhnliche Mensch, ihr Mönche, noch über künftiges Weitersein nachsinnt, dann würde, ihr Mönche, dieser törichte Mann noch mehr gedroschen werden, gleichwie jene Gerstenbündel, die von dem siebten Dreschflegel gedroschen wurden.

 

Einstmals, ihr Mönche, war ein Kampf zwischen den Göttern und den Dämonen ausgebrochen. Da wandte sich nun, ihr Mönche, Vepacitti, der Dämonenkönig, an die Dämonen: 'Wenn, ihr Lieben, in dem ausgebrochenen Kampf zwischen den Göttern und den Dämonen die Dämonen siegen und die Götter besiegt würden, dann sollt ihr Sakko, den Götterkönig, am Nacken zufünft binden und so gebunden zu mir in die Dämonenstadt bringen.'

 

Auch Sakko, der Götterkönig, ihr Mönche, wandte sich an die Götter der Dreiunddreißig: 'Wenn, ihr Lieben, in dem ausgebrochenen Kampf zwischen den Göttern und den Dämonen die Götter siegen und die Dämonen besiegt werden, dann sollt ihr Vepacitti, den Dämonenkönig, am Nacken zufünft binden und so zu mir in die Götterhalle der Rechtschaffenheit bringen'.

 

In diesem Kampf siegten nun aber die Götter und besiegten die Dämonen. Da nun banden die Götter der Dreiunddreißig Vepacitti, den Dämonenkönig, am Nacken zufünft und brachten ihn so gebunden zu Sakko, dem Götterkönig, in die Götterhalle der Rechtschaffenheit. Da nun, ihr Mönche, war Vepacitti der Dämonenkönig am Nacken zufünft gebunden. Wenn nun, ihr Mönche, Vepacitti, der Dämonenkönig, dachte: 'Im Recht sind die Götter, im Unrecht sind die Dämonen - jetzt gehe ich in die Götterstadt, dann sah er sich von den Banden am Nacken zufünft befreit und wandelte im Besitz und Genuß der himmlischen fünf Begehrungen. Wenn aber, ihr Mönche, Vepacitti, der Dämonenkönig, dachte: 'Im Recht sind die Dämonen, im Unrecht sind die Götter - jetzt werde ich in die Dämonenstadt gehen', dann sah er sich am Nacken zufünft gebunden, und die himmlischen fünf Begehrungen waren verschwunden.

 

So fein nun, ihr Mönche, sind die Bande Vepacittis, aber noch feiner sind die Bande Máros. Vermeinend, ihr Mönche, ist man gebunden durch Máro, nicht vermeinend ist man befreit vom Bösen: 'Ich bin', ihr Mönche, das ist Vermeinen. 'Dieses, das bin ich ist Vermeinen. 'Ich werde sein', das ist Vermeinen. 'Ich werde nicht sein', das ist Vermeinen. 'Formhaft werde ich sein', das ist Vermeinen. 'Formlos werde ich sein, das ist Vermeinen. 'Wahrnehmend werde ich sein', das ist Vermeinen. 'Nicht wahrnehmend werde ich sein', das ist Verneinen. 'Weder wahrnehmend noch nicht-wahrnehmend werde ich sein', das ist Vermeinen. Vermeinen, ihr Mönche, das ist Reiz. Vermeinen, das ist ein Geschwür. Vermeinen, das ist ein Stachel. Darum, ihr Mönche, 'Nicht vermeinenden Gemütes wollen wir verweilen', so habt ihr euch, ihr Mönche, zu üben.

 

'Ich bin', ihr Mönche, das ist Regung. 'Dieses, das bin ich', ist Regung. 'Ich werde sein', das ist Regung. 'Ich werde nicht sein', das ist Regung. 'Formhaft werde ich sein, das ist Regung. 'Formlos werde ich sein', das ist Regung. 'Wahrnehmend werde ich sein', das ist Regung. 'Nicht wahrnehmend werde ich sein', das ist Regung. Weder wahrnehmend noch nicht-wahrnehmend werde ich sein', das ist Regung. Regung, ihr Mönche, das ist Reiz. Regung, das ist ein Geschwür. Regung, das ist ein Stachel. Darum, ihr Mönche: 'Nicht erregten Gemütes wollen wir verweilen', so habt ihr euch, ihr Mönche, zu üben.

 

'Ich bin', das ist Zuckung, das ist Ausbreitung, das ist Bedünken. 'Dieses, das bin ich; ich werde sein; ich werde nicht sein; formhaft werde ich sein; formlos werde ich sein; wahrnehmend werde ich sein; nicht-wahrnehmend werde ich sein; weder wahrnehmend noch nicht-wahrnehmend werde ich sein' - das ist Zuckung, das ist Ausbreitung, das ist Bedünken. Zuckung, Ausbreitung, Bedünken: das Ist Reiz, das ist ein Geschwür, das ist ein Stachel. 'Mit einem Gemüt ohne Zuckung, ohne Ausbreitung, ohne Bedünken wollen wir verweilen', so habt ihr euch, ihr Mönche, zu üben".

 




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